Mental-Load im Büro: Die unsichtbare Arbeit, die deinen Laden am Laufen hält (Brand Fathers)
- 10. Apr.
- 20 Min. Lesezeit
Was Mental Load mit deinem KMU zu tun hat
Irgendjemand bestellt den Kaffee. Irgendjemand merkt, dass das Kopierpapier knapp wird. Irgendjemand denkt daran, dass die Küche am Freitag wieder aussieht wie nach einem Kindergeburtstag.
Dieser Irgendjemand bist oft immer dieselbe Person. Und die meisten in deinem Team wissen nicht mal, dass es diese Person gibt. Genau das ist das Problem.
Was Mental Load und Care-Arbeit wirklich bedeuten
Mental Load ist nicht die Arbeit selbst. Es ist das Drandenken. Das unsichtbare Organisieren im Hintergrund – bevor irgendetwas überhaupt zum Problem wird. Wer Mental Load trägt, denkt nicht nur an die Aufgabe, sondern daran, dass die Aufgabe existiert, dass sie rechtzeitig erledigt werden muss, und dass sich sonst niemand darum kümmert.
Care-Arbeit ist das Pendant dazu: die Fürsorge für andere. Nicht für sich selbst, sondern für Menschen, die auf diese Fürsorge angewiesen sind – sei es, weil sie noch nicht für sich selbst sorgen können, oder weil sie gerade nicht können.
Beide Begriffe kennt man vor allem aus dem Familienkontext. Meistens, wenn darüber gesprochen wird, geht es um Mütter, die den Haushalt koordinieren, während der Partner arbeitet. Das ist ein reales und wichtiges gesellschaftliches Thema. Aber es ist nicht das einzige.
Denn dieselbe Dynamik gibt es in jedem KMU – nur nennt sie dort niemand beim Namen.
Wenn Arbeit unsichtbar bleibt
In einem gut funktionierenden Betrieb läuft vieles einfach. Die IT funktioniert. Der Besprechungsraum ist vorbereitet. Die Infrastruktur steht. Das fällt niemandem auf – bis es eines Tages nicht mehr so ist.
Das ist kein Zufall. Hinter diesem reibungslosen Ablauf steckt fast immer jemand, der mitdenkt, vorausschaut und sich kümmert. Und solange das unsichtbar bleibt, passieren drei Dinge: Die Person, die es tut, wird nicht gesehen. Die anderen gewöhnen sich daran, dass es einfach passiert. Und irgendwann baut sich Frust auf – leise, aber nachhaltig.
Man kennt dieses Gefühl. Man macht etwas, immer wieder, ohne dass es jemand bemerkt. Irgendwann denkt man: Beim nächsten Mal lasse ich es einfach. Dann sehen die anderen schon, was sie davon haben. Das ist kein Charakterfehler. Das ist eine logische Reaktion auf fehlende Anerkennung.
Die NASA-Geschichte, die alles erklärt
Ein amerikanischer Präsident besuchte die NASA und fragte einen Mitarbeiter, der gerade den Boden wischte, was er dort mache. Die Antwort: Er arbeite daran, dass der erste Mensch auf den Mond kommt. Das ist keine nette Anekdote. Das ist das Gegenteil von unsichtbarer Arbeit.
Dieser Mann wusste, warum seine Aufgabe existiert. Er wusste, welchen Beitrag er leistet. Und er identifizierte sich mit dem Ziel des Unternehmens – nicht weil man es ihm gesagt hatte, sondern weil die Kultur es möglich gemacht hatte.
Genau das ist Marke. Nicht das Logo. Nicht der Claim. Sondern das gemeinsame Verständnis, wofür man hier eigentlich arbeitet. Und dieses Verständnis entsteht nicht von alleine – es wird vorgelebt, kommuniziert und immer wieder bestätigt. Auch in den kleinen Dingen. Gerade in den kleinen Dingen.
Führung heisst: die unsichtbare Arbeit sichtbar machen
Wer ein KMU führt, hat eine Verantwortung, die weit über Strategie und Zahlen hinausgeht. Es geht darum, zu sehen, was im Hintergrund passiert. Wer trägt gerade mehr als er müsste? Wer hält den Laden am Laufen, ohne dass es jemand bemerkt? Und wer steht kurz davor, innerlich die Brocken hinzuwerfen?
Das ist keine weiche Frage. Das ist eine unternehmerische. Denn wenn die Person, die immer den Kaffee bestellt, die Küche sauber hält und an alles denkt, eines Tages geht oder abschaltet – dann merkt man erst, was man hatte. Und dann ist es oft zu spät für eine einfache Lösung.
Die gute Nachricht: Man muss kein grosses System einführen, um das zu verändern. Meistens reicht es, drei Dinge zu tun.
Erstens: ansprechen, was bisher unsichtbar war. Nicht als formelles Meeting, sondern als echtes Gespräch. Was läuft gut? Was trägt gerade jemand alleine, obwohl er das nicht müsste?
Zweitens: klären, wer für was verantwortlich ist. Nicht als Kontrolle, sondern als Entlastung. Wer weiss, was seine Aufgabe ist, muss nicht im Hintergrund improvisieren.
Drittens: vorleben, was man sich wünscht. Wer selbst anpackt, wer Danke sagt, wer Arbeit sieht – der schafft ein Umfeld, in dem andere dasselbe tun. Nicht aus Pflicht, sondern weil es sich so anfühlt, als würde es etwas bedeuten.
Was das mit Marke zu tun hat
Marke ist nicht, was du nach aussen kommunizierst. Marke ist, was intern wirklich passiert – und ob das, was du versprichst, auch das ist, was dein Team täglich erlebt.
Wenn die Leute in deinem Unternehmen das Gefühl haben, ihre Arbeit wird gesehen und ihre Fürsorge anerkannt, dann entsteht etwas, das kein Employer-Branding-Kampagne kaufen kann: echte Identifikation. Menschen, die sagen, ich arbeite hier, weil es sich richtig anfühlt. Nicht weil der Gehaltsscheck stimmt.
Und umgekehrt: Wenn Arbeit dauerhaft unsichtbar bleibt, wenn Fürsorge als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wird, wenn niemand fragt wie es dir geht – dann entsteht eine Kultur der stillen Unzufriedenheit. Die sieht man nicht sofort. Die spürt man erst, wenn die besten Leute gehen.
Pausen gehören zur Marke
Ein letzter Punkt, der oft vergessen geht: Wer dauerhaft zu viel trägt, braucht keine bessere Zeitplanung. Der braucht eine Pause. Das gilt für Einzelpersonen. Und es gilt für Unternehmen. Eine Marke, die ihre Leute dauerhaft über die Belastungsgrenze treibt, zehrt von ihrer eigenen Substanz. Irgendwann ist nichts mehr da, was man nach aussen tragen könnte.
Pausen einzuplanen, Regeneration zu erlauben, auch mal zu sagen: diese Woche reicht es – das ist keine Schwäche. Das ist eine unternehmerische Entscheidung. Und eine menschliche.
Takeaways für Mental-Load im Büro
Unsichtbare Arbeit ist nicht harmlos. Sie ist der stille Treiber von Frust, Ungleichgewicht und schlechter Kultur.
Sichtbar machen heisst nicht klagen – es heisst benennen, was ist. Wer das tut, schafft die Grundlage für echte Lösungen.
Führung bedeutet auch Fürsorge. Wer sich nur um Ergebnisse kümmert, verliert irgendwann die Menschen, die diese Ergebnisse möglich machen.
Und: Marke entsteht innen. In der Art, wie man miteinander umgeht. In dem, was man sieht – und in dem, was man endlich aufhört, zu übersehen.
Jetzt reinhören
In Folge 098 sprechen Paul und Vinz offen und ohne Schönreden über Mental-Load und Care-Arbeit im Büro von vielen KMU. Paul bringt ein persönliches Thema mit, Vinz hält dagegen – und am Ende landen sie bei etwas, das beide unterschreiben würden. Eine ehrliche Folge, die näher an der Realität ist als die meisten Hochglanz-Gespräche über Unternehmenskultur. Reinhören lohnt sich.
Das Transkript zu E098
Paul: Vinz, ich bin müde und ich brauche eine Pause. Ich kann nicht mehr. Und ich glaube, das ist gar nicht so weit weg von dem Gefühl, was viele KMU haben. Auch bei denen ist es zum Teil zäh und mühsam und geht nicht voran. Das haben wir schon als Aufhänger für unterschiedlichste Punkte genutzt. Aber in dem Fall hat es sehr viel zu tun mit dem Grund, warum ich mich zu Hause müde und antriebslos fühle – und warum ich gerade eine Pause brauche. Wir nehmen die Folge vor unserer kleinen Osterpause auf. Jetzt sind wir wieder am Start. Und trotzdem fühle ich dieses Thema gerade. Deswegen muss ich es mal loswerden. Es geht nämlich um Mental Load und Care-Arbeit. Das sind Begriffe, die man vor allem aus dem privaten Umfeld kennt – vor allem von Leuten, vorrangig Müttern, die zu Hause die Dinge wuppen. Meine These für heute ist, dass das keine reinen privaten Themen sind, sondern dass es Mental Load und Care-Arbeit genauso in Unternehmen und KMU gibt – und dass das oft der Grund ist, warum es sich zäh anfühlt, warum man sich überfordert fühlt und warum es nicht so richtig vorangeht. Meine Frage an dich: Was hältst du davon? Siehst du das auch, dass es in KMUs ein Thema sein könnte? Oder rollst du schon die Augen und denkst dir: »Alter, bleib weg mit dem Zeug.« Ich hoffe, wenigstens die Pause gönnst du mir.
Vinz: Ja, Willkommen zu »Mach mal Marke«, dem einzig deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit. Pause ist immer gut. Aber darüber haben wir auch schon mal gesprochen. Also ganz ehrlich – Mental Load und so weiter. Man kann es halt auch einfach unter Überlastung einordnen. Aber andererseits habe ich auch vielfach das Gefühl, es gibt da eine Jammerkultur. Heutzutage hört man Leute über Mental Load und das ganze Zeug jammern – aber ändern tun sie nichts daran. Sie bleiben in einem Strudel. Und das nervt mich dann ein bisschen. Ich finde halt: Sucht einfach einen Ausgleich. Wenn es nur Jammern ist, ohne dass sich etwas ändert, dann bist du irgendwie selbst daran schuld. Und ich will das jetzt gar nicht hart herabspielen – im Gegenteil, ich bin auch schon einmal hart an einem Burnout vorbeigerasselt. Aber wichtig ist dort einfach: Wenn du es erkennst, dann mach halt auch aktiv etwas dagegen. Weil nur Jammern irgendwann auch für dein Umfeld nervig wird. Aber ich bin gespannt, worauf du hinauswillst. Es gibt gewisse Wörter, die manche Leute schnell als Kampfbegriff nutzen – und das nervt mich teilweise ehrlich gesagt. Aber ich bin gespannt, was du mitgebracht hast.
Paul: Kann ich voll nachvollziehen. Ich habe diese Begriffe aus einem anderen Winkel kennengelernt und bin froh, dass es sie gibt. Einfach, weil bestimmte Tätigkeiten, die sonst unsichtbar bleiben und vor allem oft von Frauen getragen werden, dadurch endlich sichtbar werden. Deswegen nutze ich die Begriffe auch. Ich bin ja viel für die Kinder da und mache viel zu Hause – und deswegen kann ich verstehen, woher die Begriffe kommen und warum sie wichtig sind. Es geht um gesellschaftliche Ungleichgewichte: dass zum Großteil Mütter für die Kinder da sind und Väter für Arbeit und Geschäft. Dass man klar benennen kann, wenn jemand zu Hause bei den Kindern ist, dass das eben nicht nur »mit den Kindern spielen« bedeutet, sondern auch Wäsche, Vorkochen, Einkaufen, Stundenplan, Hobbys, Abmachen und so weiter mit sich bringt. Und dafür gibt es halt diese Begriffe. Wir müssen überhaupt nicht in gesellschaftliche Diskussionen einsteigen. Ich will nur kurz klarstellen, was ich darunter verstehe. Care-Arbeit ist Fürsorgearbeit – dass du dich um andere Leute kümmerst, nicht nur um dich selbst. Wenn du alleine wohnst, machst du keine Care-Arbeit, weil du dich nur mit dir selbst abstimmen musst. Care-Arbeit bedeutet, dass du für andere Menschen – sei es alte Leute oder kleine Kinder – Sorgearbeit übernimmst, weil die sich nicht mehr oder noch nicht selbst kümmern können. Das ist der eine Punkt. Und Mental Load ist das andere: die ganzen unsichtbaren Aufgaben. Also nicht Wäsche aktiv machen, sondern daran denken, dass man in der Woche wieder saubere Sportkleidung braucht, weil dann der Sportkurs für die Kinder ansteht. Und dass du noch abmachen musst, wer die Kinder hinbringt, wer sie abholt. Dieses unsichtbare Organisieren und Machen, das man ebenfalls stemmen muss. Für viele dieser Tätigkeiten gibt es in Unternehmen meist irgendeine Assistenz – jemand, der sich darum kümmert, dass Reisen gebucht werden oder dass es ein Hotel gibt, wenn man auf einer Messe ist. Und trotzdem glaube ich, dass je nach KMU-Grösse bestimmte Aufgaben übrig bleiben. Sei es: Wer kümmert sich darum, dass frischer Kaffee da ist? Wer sorgt dafür, dass die Spülmaschine angeht? Solche Sachen. Und das kann dazu führen, dass wenn das immer dieselbe Person macht – weil es sonst niemand tut –, dass es alle anderen nicht machen, weil es ja immer gemacht wird. Das sind dann sogenannte Kehrarbeiten – oder Mental Load, wenn man daran denkt: »Jetzt ist hier schon wieder fast das Kopierpapier leer, irgendjemand muss es bestellen.« Dann stellt sich die Frage: Wer kümmert sich darum? Privat bin ich derjenige, der daran denkt, dass Windeln da sind. Das ist meine Aufgabe. Im Unternehmen sind es nicht Windeln, sondern Kopierpapier, Klopapier oder Kaffee. Liegt das beim Chef oder bei der Chefin mit auf dem Tisch? Würde ich nicht empfehlen. Übernimmt das eine Assistenz, die dafür auch bezahlt wird? Oder ist das irgendwo unsichtbar? Und wenn es unsichtbar ist, hast du ein Problem. Das ist zwar bequem, weil du es nicht siehst und irgendwie läuft es ja. Aber unsichtbar belassen führt meiner Meinung nach oft zu Unstimmigkeiten. Ich habe selbst erlebt: Wenn man immer der ist, der sich um die Sachen kümmern muss, führt das zu Frust. Das kannst du nachvollziehen, oder? Diesen Frust haben wohl alle irgendwo mal erlebt – man macht etwas, wird dabei nicht gesehen, und denkt: »Beim nächsten Mal mache ich es nicht mehr. Dann bleibt es halt schmutzig.«
Vinz: Ja, ich muss ehrlich sagen, ich finde das Thema ein bisschen … schwierig. Weil ich finde, mit gesundem Menschenverstand – jeder, der mal in einer WG gelebt hat, kennt die Situation. Entweder man kriegt sich in die Haare, man schluckt Sachen runter und macht es im Hintergrund, dann gibt es irgendwann Rebellion – wie du gesagt hast –, oder man macht einfach einen Ämtliplan. Jeder hat eine Aufgabe und erfüllt sie. Und ich finde, das ist eigentlich eine Sache der Kommunikation. Egal ob privat oder in einem Unternehmen – es soll einfach eine klare Aufgabenverteilung geben. Und wenn man dazu nicht in der Lage ist, muss man sich nicht verwundern, wenn es Reibung gibt. Und wenn jemand etwas aus gutem Willen macht, aber sich dabei innerlich immer aufregt, dann muss ich halt sagen: Dann bist du selbst schuld, wenn du den Mund nicht aufkriegst. Dann schreib halt mal eine Mail oder schreib in den Chat – aber lass es klar geregelt werden. Das Gleiche gilt für Care-Arbeit. Irgendwo entscheidet man sich auch dafür. Ich wohne alleine, habe meinen Sohn halbe-halbe bei mir. Ich muss kochen und waschen, egal ob er da ist oder nicht. Klar hat man dementsprechend mehr – du hast auch Termine, an die du denken musst. Aber es liegt hauptsächlich an der Kommunikation. Das finde ich jedenfalls.
Paul: Dem würde ich auch immer als Schlüssel empfehlen – redet drüber. Und ich finde den wichtigsten Punkt, den du auch schon gesagt hast: Die Sachen müssen sichtbar gemacht werden. Ich glaube trotzdem, dass es darunter noch eine Ebene gibt, wo ein bisschen mehr passiert – und von der können alle profitieren. Wenn man ein Meeting macht, bereitet irgendjemand den Raum vor. Irgendjemand sorgt dafür, dass gekochter Kaffee dasteht. Es gibt Leute, die kümmern sich einfach darum – weil sie so groß geworden sind, weil sie es nicht anders kennen, weil sie denken: »Wenn es sonst niemand macht, mache ich es halt.« Ich finde aber, wie du meintest: Es muss klar geregelt und angesprochen sein. Weil es wird immer zum Problem, wenn etwas unsichtbar vorausgesetzt oder erwartet wird. Und oft hilft es auch, darüber zu reden, um herauszufinden: Wird es wirklich erwartet? Oder macht man es vielleicht, weil man es nicht anders kennt, die Leute es aber gar nicht vermissen würden, wenn es nicht gemacht wird? Die Frage ist dann: Wenn sich niemand mehr um die Küche im Büro kümmert – sieht sie dann irgendwann so aus, dass man sie nicht mehr benutzen kann? Oder opfert sich doch jemand auf? Hat man einen klaren Plan, wer wann zuständig ist? Und macht das dann jemand schlecht und jemand anderes extrem gründlich, sodass er doch wieder den Kram aller anderen wegräumt? Das sind viele unsichtbare Aufgaben. Und es hat zum Teil natürlich auch immer eine Führungsaufgabe. Den Aspekt Care-Arbeit würde ich im Büro dahingehend sehen: sich darum zu kümmern, dass es anderen Leuten gut geht. Dass sie gerne ihre Arbeit machen, dass sie gut arbeiten können, dass sie das Gefühl haben, sie können sich äussern. So wie meine Kinder mir auch sagen können sollen, wenn sie sich nicht wohlfühlen – und nicht Angst vor mir haben und lieber zu Mama rennen. Das hat alles mit einem gesunden Miteinander und mit Führungsqualität zu tun. Und wenn man das proaktiv vorlebt, wird es auch innerhalb des Teams aktiv gelebt. Davon bin ich fest überzeugt. Das sehe ich bei meinen Kindern auch. Du setzt Masstäbe, an denen man sich orientieren kann. Kinder erzieht man nicht in eine bestimmte Richtung, sondern im Idealfall begleitet man sie beim Wachsen – und hilft ihnen dabei und schafft den Raum dafür.
Vinz: Ja, das stimmt.
Paul: Und genauso sehe ich das als gute Kultur in einem Unternehmen. Aber man muss sie aktiv steuern – und diese Aufgaben, also wer sich darum kümmert, müssen bewusst sein. Sonst bleibt es wieder auf der Strecke.
Vinz: Ich finde, das hat im Privaten wie auch im Geschäftlichen viel mit Vorbildfunktion zu tun. Lebe doch vor, wie du es dir selbst wünscht – dann merkst du auch recht schnell, wenn etwas nicht funktioniert. Darum finde ich es auch immer schwierig, wenn man mit solchen Begriffen um sich wirft und immer nur auf der Jammerebene bleibt. Was haben dann deine Mitarbeiter oder dein Kind davon, wenn du dich ständig über die Dinge beschwerst, die nun mal zu deiner Rolle gehören? Wenn du es nicht machen willst, dann regele es halt, teile es auf. Ich kenne das auch aus dem Militär: Entweder du hast Führungsleute, die nur delegieren und immer nur grosse Töne spucken – oder du hast die, die selber anpacken. Und die ersten reissen die ganze Truppe mit. Weil die anderen sehen: Der Herr Leutnant ist es nicht zu schade, selbst mit anzupacken. Also mache ich das auch. So entsteht Team Spirit. Das gilt im Geschäft wie auch zu Hause.
Paul: Ja, aber ich würde ergänzen – ich verstehe dich voll – ich finde trotzdem, dass diese Sachen zum Teil eben unsichtbar sind. Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung: Es braucht diese Begriffe, um sie sichtbar zu machen.
Vinz: Aber unsichtbar finde ich teilweise auch … Du machst es ja auch für dich.
Paul: Ich meine innerhalb einer Beziehung. Weisst du, wenn der Standard ist, dass wenn der Mann nach Hause kommt, das Essen auf dem Tisch steht, die gebügelten Kleider im Schrank hängen, die Wäsche gemacht ist, der Urlaub geplant wird – das wird alles gemacht. Es fällt erst auf, wenn es eines Tages nicht mehr gemacht wird. Und das meine ich mit unsichtbar. Viele werden damit gross, dass die Eltern das übernehmen, dass die Kleider im Schrank liegen, ohne dass man sich selbst darum kümmern muss. Und das ist dann auch ein Loslösungsprozess: Guck mal, das passiert alles. Wir machen es auch gerne für dich, aber du musst verstehen, dass es irgendjemand macht. Irgendjemand räumt dir im Hintergrund die Sachen hinterher. Und das aufzuzeigen – wer das übernimmt – muss besprochen werden, sonst bleibt es unsichtbar. Mir fällt dazu gerade ein schönes Beispiel ein, um zurück zum Thema Marke zu kommen: Ein amerikanischer Präsident besuchte die NASA und fragte einen Mitarbeiter, der gerade den Boden wischte, was er dort macht. Und der antwortete, er arbeite daran, dass der erste Mensch auf den Mond kommt. Daran merkst du: Das ist keine unsichtbare Aufgabe. Da ist jemand, der die Basis bildet dafür, dass alle anderen in dieser Räumlichkeit arbeiten können. Er arbeitet am Ziel mit – dass irgendjemand zum Mond fliegt. Oder die Bilder von Barack Obama, der einem Mitarbeiter, der gerade sauber machte, zuerst die Hand gibt und abklatscht. Einfach weil er weiss: Der gehört genauso zum Betrieb wie alle anderen, egal was er verdient. Er hält hier alles am Laufen. Wir haben das ja auch schon in einer anderen Folge angesprochen: Der Portier im Hotel ist genauso wichtig dafür, dass es ein gutes Markenbild nach aussen gibt und ein gutes Gesamterlebnis. Er entscheidet mit darüber, ob Leute gerne zum Empfang kommen und direkt einen guten ersten Eindruck haben – oder eben nicht. Und genauso sehe ich diese, in Anführungszeichen, unsichtbaren Aufgaben. Wenn du gut arbeiten willst, willst du gutes Material, einen ordentlichen Computer, einen guten Bildschirm, funktionierende IT-Infrastruktur, Kopierpapier im Drucker. All das muss irgendjemand organisieren. Dann musst du dafür entweder eine Person einstellen, es im Team fair aufteilen oder offen darüber reden, wer was übernimmt. Und du nimmst dir Zeit, über diese Sachen zu reden: Fühlen sich alle mit ihrer Aufgabe noch wohl? Können wir etwas daran ändern, dass man besser miteinander klarkommt? Und als letztes Beispiel, das ich aus einem privaten Umfeld gehört habe: ein grosser Automobilhersteller in Deutschland, wo eine Bekannte arbeitet. Die Kultur dort ist: Wir wollen, dass alle Top-Leistung erbringen. Wenn du das nicht ablieferst, bist du morgen raus – da stehen 100 andere Leute vor der Tür, die genau diesen Job wollen. Das ist das Gegenteil von dem, was ich hier die ganze Zeit zu sagen versuche. Da wird sinnlos Druck aufgebaut. Und das führt dazu, dass Leute Dinge tun, weil sie das Gefühl haben: Ich muss einfach, sonst bin ich raus. Das ist unnötiger Druck. Er bringt niemanden weiter und führt dazu, dass Leute – wie du am Anfang erwähnt hast – kurz vor dem Burnout stehen.
Vinz: Ja, ich glaube, die ganze Thematik hat mit Verantwortung, Kommunikation und Wertschätzung zu tun. Diese drei Punkte. Und wie du gesagt hast – das letzte Beispiel mit dem Autohersteller: Druck ist nicht per se schlecht, aber zu viel und auf Dauer schon. Das zermürbt dich. Aber letztendlich ist es trotzdem deine freie Entscheidung: Bleibst du in einem Betrieb, der dich ausbeutet, oder suchst du einfach etwas anderes? Ich sehe deinen Punkt, ich will das alles nicht schlechtreden oder belächeln – im Gegenteil, das sind wichtige Themen. Aber jeder hat die freie Wahl. Wenn du als Geschäftsführer oder Inhaber merkst, dass du innerhalb eines Jahres einen dreifachen Belegschaftswechsel hast, dann solltest du mal an dir arbeiten – an deinen Werten und deiner Kommunikation, unter die auch solche Sachen wie Care-Arbeit fallen. Denn Unzufriedenheit entsteht aus einem Mangel: wenn du kein gutes Material hast, die Aufgabenteilung nicht klar ist, die Rollenverteilung fehlt oder einfach ein schlechtes Klima herrscht. Genauso wie im Privaten. Aber das liegt meiner Meinung nach an jedem Einzelnen – ob Chef, Angestellte oder sonst jemand. »Leave it, love it or change it«, wenn es zu viel wird.
Paul: Das passt, ja.
Vinz: Sorry, ich bin etwas pragmatisch. Aber ich verstehe natürlich deine Punkte.
Paul: Ja, ich wollte nur sagen – ich verstehe den Punkt voll – ich glaube trotzdem, manchmal steckt man in Abhängigkeiten, wo man das nicht so schnell machen kann. Wenn du zu Hause deine Familie ernähren musst, kannst du nicht von heute auf morgen sagen: »Lieber Chef, so komme ich mit dir nicht klar, ich gehe.« Und genau da entstehen Machtverhältnisse. Die führen dazu, dass man Aufgaben trotzdem macht, weil man aus bestimmten Situationen nicht rauskommt. Für Frauen kann das zum Beispiel so aussehen: Der Mann bringt das Geld nach Hause, die Frau muss zu Hause ihr Pensum erledigen, ob sie will oder nicht. Oder im Team: Ich war auch mal in einer Agentur, wir haben hinter verschlossener Tür gelästert und trotzdem weitergemacht. Zum Teil gehört das wohl auch dazu. Aber auf der anderen Seite finde ich es schön, dass wir immer zu dem Punkt kommen: Mitarbeitende haben extreme Macht. An ihnen liegt es auch, ob der Laden läuft oder nicht. Und ich finde es schön, dass wir bei Führungsthemen eigentlich immer einer Meinung sind: weniger Druck aus einer Machtposition heraus – sondern gucken, dass sich alle wohlfühlen, dann geben alle auch alles, und dann kann man etwas wirklich Tolles aufbauen. Dann sagt eben auch die Reinigungskraft: »Ich arbeite hier daran, dass wir als Unternehmen unsere Vision erreichen.« Das ist das positive Ziel – und auch die Magie hinter Marke. Marke führt dazu, dass man gemeinsam ein Ziel erreicht und daran weiterarbeiten kann. Und dazu hatte ich mir noch einen Punkt aufgeschrieben: Rituale spielen eine grosse Rolle. Wir haben auch schon in einer Brandfathers-Folge darüber gesprochen – Rituale geben Orientierung, schaffen verlässliche Abläufe, sorgen dafür, dass sich jemand gekümmert fühlt. Die sind extrem wichtig. Und gleichzeitig muss man die Flexibilität bewahren: Das sind keine rein statischen Prozesse, sondern Dinge, die man verändern und anpassen kann. Wir bleiben miteinander im Gespräch. Da würde ich dir voll zustimmen: Es liegt fast immer an Kommunikation. Wenn es Missverständnisse gibt oder sich jemand nicht wohlfühlt – redet halt drüber. Und hört zu. Akzeptiert, dass sich eine Person unwohl fühlt, und schaut dann, dass es eine Lösung gibt. Dann kommt man langfristig weiter. Ich überlege gerade, ob wir daraus eine Brand-Beef-Folge machen sollten oder eine Brand-Fathers-Folge. Was meinst du?
Vinz: Wow, das überlasse ich dir. Ich bin gespannt.
Paul: Ich weiss, dass dich die Begriffe stören. Ich finde sie wichtig. Ich glaube, wir …
Vinz: Nein, nicht mal die Begriffe an sich. Es gibt auch wirklich ernsthafte, schlimme Beispiele mit diesen Sachen – wo du wirklich in einer ungesunden Abhängigkeit bist, egal ob privat oder geschäftlich. Aber ich finde halt, es wird manchmal extrem aufgeblasen und dann auch recht einseitig. Und darum geht es mir teilweise auf die Nerven. Ich muss auch sagen, ich habe privat wie auch als Angestellter sehr schlechte Erfahrungen gemacht – in einer WG, in der ich selber Care-Arbeit übernommen habe, damit man nicht im Dreck versinkt. Oder als Angestellter mit einem Chef, bei dem man sich wirklich gefragt hat, was das für ein Mensch ist. Natürlich war die einfache Lösung: dann gehe ich halt. Aber nein, das ist ein Prozess. Und es braucht immer eine Weile, bis man den Mut aufbringt, etwas zu sagen, etwas zu verändern oder einfach zu sagen: »Das ist mir zu viel, ich gehe jetzt.« Das schon, oder? Aber ich finde halt: Du hast die Wahl. Wenn es wirklich so zermürbend ist, dass es dich gesundheitlich angreift – dann liegt es an dir. Wenn du es nicht machst, wer denn?
Paul: Da würde ich weniger sagen: »Du hast die Wahl« – eher: »Du hast die Möglichkeit, etwas zu verändern.« Da bin ich voll bei dir, weil es selten ein klares Entweder-oder ist. Wie gesagt: Da hängen immer viele Abhängigkeiten dran. Aber Dinge anzusprechen – das finde ich extrem wichtig. Und ich glaube nach wie vor: Es braucht diese Begriffe, auch wenn sie manchmal nerven und unbequem sind. Einfach um zu sagen: Hier, bei dir zu Hause wie auch im Büro, gibt es Dinge, die noch nicht sichtbar sind. Die müssen sichtbar gemacht werden, damit sich alle wohlfühlen – weil sich irgendjemand darum kümmert. Und das ist genauso Teil unserer Kultur, unserer Marke, und entscheidet darüber, ob der Laden läuft oder nicht. Ob wir das Gefühl haben, irgendjemand geht gerade komplett im Stress unter. Und egal ob du der Meinung bist, es ist angebracht oder nicht – wenn sich die Person so fühlt, wird das einen Grund haben. Und dann ist immer der erste wichtige Schritt: zuhören, nachfragen, verstehen, und diese Lebensrealität anerkennen. Weil wir alle unterschiedlich belastbar sind. Für mich ist es weniger ein Problem, zur Stosszeit im Migros einzukaufen – für meine Frau ist es viel mehr eines. Seitdem wir das wissen, können wir anders damit umgehen, anders planen und aufeinander abstimmen. Das ist ein riesengroßer Unterschied, als immer zu erwarten: »Ich war fünfmal einkaufen, jetzt bist du dran.« Nicht in diese Fairness-Falle reinrutschen, weil das auch nicht die Lösung schlechthin ist. Es muss nicht immer alles 50-50 aufgeteilt sein. Aber es muss darüber gesprochen werden. »Ich mache gerne mehr, ich knie mich rein, ich bin belastbar.« Aber ich möchte, dass das gesehen wird, anerkannt wird, dass ich dadurch auf der anderen Seite weniger machen muss – dass es sich nach einer gerechten anfühlt. Nicht nach einer gleichwertigen.
Vinz: Ja, das verstehe ich. Es soll auf alle Seiten gerecht und fair sein. Und für mich wird der Begriff zu schnell einseitig gebraucht. Das stört mich. Wenn ich Klartext sprechen darf. Aber das Thema finde ich trotzdem wichtig. Wir reden ja auch privat abseits des Podcasts viel über solche Sachen, weil wir gute Freunde sind. Und das sind Themen, die jeden irgendwie betreffen. Ich bin halt eher der Typ, der sagt: Jammern ist okay, aber wenn es nur ein Jammern ist, dann mache ich aktiv etwas dagegen.
Paul: Ja, aber dafür – und das ist vielleicht noch der letzte Mini-Hinweis für Marken – brauchst du auch das richtige Umfeld. Und nichts ist eigentlich schöner als eine Marke, wo du auch mal jammern darfst. Weil du genau weisst: Das Umfeld, das Team, die Führungsperson – die fangen mich auf. Ich darf da jammern, weil man danach gemeinsam Motivation findet, nach vorne schaut und versucht, Probleme zu lösen oder so umzubiegen, dass sie kein Problem mehr sind. Dass man vielleicht auch mal aufeinander wartet, Rücksicht nimmt, und dann sagt: »Diese Woche war es schlecht – mach mehr Pausen, geh früher nach Hause. Dafür nächste Woche umso mehr, da brauchen wir dich fit.« Eigentlich wie im Leistungssport: Man kann nicht immer nur fordern. Es braucht genauso Zeit zur Regeneration, zum Klarkommen, zum Krafttanken, um langfristig aktiv zu bleiben. Darüber könnte man fast schon wieder eine eigene Folge machen. Aber ich finde, all das gehört zusammen. Das Fazit würde ich spontan aus meiner aktuellen Situation heraus machen, weil das auch Platz haben darf: Ich bin aktuell extrem müde und geschafft. Ich mache gerade zu viel Raubbau an mir selbst. Ich bin zu lang wach, versuche immer noch, Dinge zu schaffen, komme nicht richtig voran, hänge hinterher. Interviews kommen bei uns mit einem Tag Verzögerung raus – was auf den ersten Blick kein Thema und auch nicht schlimm ist. Ich weiss, du hast vollstes Verständnis für jede Situation. Und du weisst, ich versuche Dinge zu ändern, ich jammere nicht nur. Aber Jammern gehört manchmal auch dazu – und endlich diese verdammte Ehrlichkeit hier. Auf der anderen Seite finde ich es wichtig, sich solche Dinge anzusprechen und sich selbst bewusst zu machen: Wo liegen die eigenen Grenzen? Wo geht man drüber? Wo hat man sich zu viel aufgenommen? Und wo wird man dadurch einfach müde, alles fühlt sich zäh an, und wo braucht es dann einfach eine Pause? Jetzt wo wir aufnehmen, machen wir gerade diese Osterpause. Und jetzt wo ihr das hört, ist diese Pause schon wieder vorbei und wir sind schnurstracks auf dem Weg Richtung Folge 100 – und das wird schön, ich freue mich voll darauf. Aber ich finde, diese Phasen gehören dazu. Man darf ehrlich darüber reden, wie du auch gesagt hast: Dinge zu ändern, zu fragen, was man dagegen tun kann, damit es besser wird – egal wie man das Ganze nennt. Manchmal sind Sachen einfach zu viel. Und dieses Bewusstsein zu schaffen – das wünsche ich mir auch als Basis für Marke. Denn es gehört dazu. Und wir kennen das aus Markenstrategie-Prozessen: Wenn die Leute nicht bei der Sache sind, wenn man im ersten Workshop das Gefühl hat, die sind irgendwie nicht ganz hier – die belasten noch ganz andere Sachen –, dann machen wir genau das Gleiche. Wir reden erst über diese anderen Sachen, die einen aufhalten und blockieren. Und dann fragen wir: Ist jetzt überhaupt die Zeit, an der Marke zu arbeiten? Die Marke würde bestimmte Sachen lösen. Aber wenn ihr euch nicht dazu in der Lage fühlt, dann müssen wir das Thema jetzt nicht auch noch aufmachen. Und genau deswegen mündet Care-Arbeit und Mental Load manchmal in einer gesunden Pause. Gönnt die euch. Macht sie. Auch als Marke. Danach geht es gut weiter – und all das führt zu einer gesunden Kultur, zu einem gesunden Miteinander. Diese Folge war ein bisschen wild, mit vielen unterschiedlichen Faktoren. Aber vielleicht konntet ihr trotzdem etwas mitnehmen. Eure Gedanken könnt ihr uns schreiben, kommentieren, abonnieren, liken – oder auch Kritik äussern, wir sind für alles zu haben. Das war meine persönliche Statusfolge. Danke fürs Durchhalten auf jeden Fall, Vinz. Hast du noch letzte Gedanken dazu?
Vinz: Kein Problem. Nein, ich will einfach noch meine persönliche Zauberformel für den ganzen Rucksack nennen, den halt jeder mit sich trägt: Balance, Ausgleich. Jeder hat irgendetwas im Leben, das nervt oder Kräfte kostet. Aber darum ist Ausgleich einfach gut. Wie wir jetzt unsere Pause machen. Danke auf jeden Fall.
Paul: Dir auch – auf zu den nächsten Folgen, mit frischem Wind kommt dann auch wieder mehr.
Vinz: Hau rein, bis zum nächsten Mal.
Paul: Ciao.
Vinz: Wir hoffen, euch hat die Folge gefallen. Lasst gerne einen Kommentar und eure Meinung zu diesem ganzen Thema da. Liked oder teilt es mit Leuten, denen es helfen könnte. Viel Spass und bis zum nächsten Mal.






































































































