Content ist das neue Golfen – wie B2B-Vertrauen wirklich entsteht (und was das KMU bedeutet)
- 6. März
- 21 Min. Lesezeit
Content ist das neue Golfen
Wer im B2B Geschäfte macht, hat gelernt, dass Vertrauen Zeit braucht. Man geht golfen. Man isst zusammen. Man lernt sich kennen, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Das ist keine Sentimentalität – das ist Verkaufspsychologie auf ihre einfachste Formel reduziert: Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen.
Das Problem mit Golfen ist nicht der Ansatz. Der Ansatz ist richtig. Das Problem ist die Skalierung. Ein Nachmittag auf dem Golfplatz ergibt einen Kontakt. Ein gutes Gespräch. Vielleicht eine Grundlage für eine Zusammenarbeit – vielleicht auch nicht. Der Aufwand ist fix, der Ertrag ungewiss.
Content funktioniert nach einem anderen Prinzip. Wer heute systematisch und mit Haltung Content macht, baut Vertrauen nicht 1 zu 1 auf – sondern 1 zu X. Und genau das ist der Unterschied, der für KMU relevant ist.
Emotionen zuerst. Ratio danach.
B2B-Entscheidungen gelten als rational. Kennzahlen, Angebote, Referenzen – das ist die sichtbare Oberfläche. Was darunter läuft, ist weniger ordentlich: Bauchgefühle, erste Eindrücke, diffuses Misstrauen oder ein spontanes »dem kann ich vertrauen«.
Die Entscheidung fällt oft in den ersten Sekunden eines Kontakts. Was danach kommt – der Vergleich der Angebote, die Prüfung der Referenzen, das Einholen einer zweiten Meinung – ist meist Legitimation. Man begründet im Nachgang, was man schon gefühlt hat.
Das bedeutet: Wer nur auf Fakten setzt, verliert den Auftrag oft noch bevor er das Angebot schickt. Und wer versteht, dass Vertrauen das eigentliche Kaufkriterium ist, baut seine Marktbearbeitung anders auf.
Was Golfen wirklich leistet – und was nicht
Golfen ist kein Sport. Es ist ein sozialer Mechanismus. Vier Stunden draussen, kein Bildschirm, viel Raum zwischen den Schlägen. Man redet. Man erfährt, wie jemand tickt, wie er mit Misserfolg umgeht, ob er fair ist, wenn niemand zuschaut. Das ist wertvolle Information – und sie lässt sich nicht aus einem Pitch Deck ablesen.
Aber Golfen hat eine harte Grenze: Es ist ein Einzelgespräch. Wer fünfzig potenzielle Kunden erreichen will, braucht fünfzig Nachmittage. Das ist nicht skalierbar – und für viele KMU auch schlicht nicht realistisch.
Content macht dasselbe wie Golfen – nur für viele gleichzeitig. Wer seinen Blickwinkel teilt, wer Dinge analysiert und einordnet, wer nicht nur Fachwissen liefert, sondern zeigt, wie er denkt: Der lässt Leute durch seine eigene Brille schauen. Und das erzeugt Vertrautheit, auch ohne persönlichen Kontakt.
Der eigene Blickwinkel ist das einzige echte Unikat
Fachwissen ist heute kein Differenzierungsmerkmal mehr. Zwei Klicks reichen, um eine fundierte Antwort zu finden. Was sich nicht replizieren lässt: die Art, wie jemand ein Problem einordnet. Welche Fragen er stellt. Was er für selbstverständlich hält – und was er ablehnt.
Genau das ist der Kern von gutem Content im B2B-Kontext. Nicht die Information selbst ist das Angebot. Sondern der Mensch dahinter. Sein Urteil. Seine Haltung. Seine Art zu denken.
Wer das konsequent zeigt, zieht Leute an, die nicht nur sein Produkt wollen – sondern ihn. Und das ist eine völlig andere Ausgangslage für jedes Verkaufsgespräch.
Was passiert, wenn das ganze Team sichtbar wird
Der Gedanke, dass nur die Geschäftsleitung Content macht, greift zu kurz. Ein Logistikunternehmen hat nicht nur eine Zielgruppe. Der Geschäftsführer spricht andere Menschen an als der Logistiker, der täglich auf dem Stapler sitzt. Beide haben einen Blickwinkel. Beide können Vertrauen aufbauen – bei unterschiedlichen Leuten, mit unterschiedlichen Inhalten.
Was das ermöglicht: eine Marktpräsenz, die weit über das hinausgeht, was eine Person alleine erreichen könnte. Und gleichzeitig eine Menschlichkeit, die in klassischer Unternehmenskommunikation nicht vorkommt.
Voraussetzung dafür ist ein klares Markenfundament. Wenn intern nicht klar ist, wofür das Unternehmen steht, entstehen keine drei Perspektiven auf eine Marke – sondern drei verschiedene Unternehmen, die zufällig denselben Namen tragen. Markenstrategie ist in diesem Kontext keine Formalität. Sie ist die Grundlage, damit viele Stimmen wie eine klingen.
Kein Follower-Spiel. Ein Vertrauensspiel.
Content wird oft mit Reichweite gleichgesetzt. Mehr Views, mehr Follower, mehr Algorithmus. Das ist die falsche Messgrösse für KMU. 1'000 Menschen, die wirklich verstehen, wer du bist und was du machst, sind wertvoller als 100'000 passive Zuschauer. Weil erstere kaufen. Weil sie empfehlen. Weil sie nicht auf den Preis schauen, bevor sie das Gespräch suchen.
Das verändert, wie man Content denkt. Nicht: Was funktioniert beim Algorithmus? Sondern: Was würde ich einem Menschen sagen, dem ich etwas erklären will, das mir wichtig ist?
Wo anfangen – ohne sich zu verbiegen
Der häufigste Fehler: Man fängt mit dem Medium an, nicht mit dem Interesse. Man fragt, ob man LinkedIn-Posts oder Reels machen soll – bevor man weiss, worüber man überhaupt reden will.
Besser: Zuerst klären, was einen wirklich beschäftigt. Was man täglich denkt, aber selten laut sagt. Wo man eine Meinung hat, die nicht jeder teilt. Dann kommt das Medium – und dann das Format.
Ein konkreter Einstieg: 60 Tage, jeden Tag ein Content-Piece. Kein Anspruch auf Perfektion, kein Plan für virales Wachstum. Nur: raus damit und schauen, was passiert. Was Resonanz erzeugt. Was sich richtig anfühlt. Was man nicht mehr machen will.
Content, der funktioniert, entsteht nicht am Reissbrett. Er entsteht durch Machen – und durch die Bereitschaft, sich dabei selbst zuzuschauen.
Takeaways für B2B Vertrauen
B2B-Entscheidungen sind emotional – und werden erst im Nachgang rationalisiert. Wer nur auf Fakten und Angebote setzt, verliert das Rennen, bevor es beginnt.
Content ersetzt Golfen nicht – er skaliert, was Golfen leistet. Vertrauen aufbauen, Persönlichkeit zeigen, Beziehungen starten. Für viele gleichzeitig statt für eine Person auf einmal.
Fachwissen ist kein Differenzierungsmerkmal mehr. Der eigene Blickwinkel schon. Wer zeigt, wie er denkt, zieht Menschen an, die genau das wollen.
Team-Content multipliziert Reichweite und Menschlichkeit – aber nur mit einem klaren Markenfundament im Rücken.
1'000 echte Follower schlagen 100'000 passive. Die Messgrösse ist Vertrauen, nicht Reichweite.
Der Einstieg ist einfach: Erst klären, was einen wirklich beschäftigt. Dann raus damit. Und dann schauen.
Jetzt reinhören
In Folge 090 von Mach mal Marke nehmen Paul und Vinz die These »Content ist das neue Golfen« auseinander – mit Abschweifern über Baubranche, Bauchgefühle und Bündner Charme inklusive. Wer verstehen will, warum B2B-Vertrauen heute anders entsteht und was das konkret für KMU bedeutet, hört am besten direkt rein.
Das Transkript zu E090
Paul: B2B-Unternehmen haben ein echtes Problem: Weil sie die ganze Zeit Business machen, gelten sie als ganz, ganz rationale und knallharte Verhandlertypen. Dabei übersehen sie einen entscheidenden Punkt.
Man trifft Entscheidungen emotional und begründet sie im Nachgang rational. Das Ganze beruht auf dem wichtigen Punkt, dass man Vertrauen aufbauen muss. Das passierte in der Vergangenheit immer über Golfen oder schick essen gehen, wie Patrick im letzten Interview schön zusammengefasst hat. Es gibt eine neue Formel – und die wäre: Content ist das neue Golfen. Ich würde gerne mit dir mal in diesen B2B-Kontext eintauchen, in dem wir auch unterwegs sind.
Wir wissen als emotional fühlende Wesen, wie wichtig Emotionen und Vertrauen sind. Ganz viele andere aber nicht. Entscheidende Frage für dich: Wie würdest du dieses Emotionen-Thema einordnen?
Vinz: Boah, also... Als du angefangen hast mit Golf und Content, dachte ich fast: Fuck, ich habe von beidem eigentlich keine Ahnung. Red einfach. Nein, aber das Thema Emotionen, vor allem im Bereich Business, ist sehr wichtig. Ich muss ehrlich sagen: Ich feiere das Oldschool-Ding und das passt ja auch zu meinem Ansatz mit den nostalgischen Sachen. Ich mache ja auch Oldschool-Telefonie, gehe gerne persönlich zu den Leuten vorbei. Ich bin nicht so der Digital-Typ, sondern eher face to face.
Ich nutze das ja wirklich. Ich nutze meine Attribute, die ich habe – meinen charmanten Bündner Dialekt und meine direkte Art – um bei den Leuten auch emotional zu landen. Ich bin jetzt auch nicht so der typische Zürcher Agentur-Jürg, oder wie die heissen. Das würde mir nie passen. Aber ich bin halt auch eher der Typ, der einfach mal »Fuck« und »Scheisse« sagt. Ich habe meine Linie. Und bei den Leuten, mit denen ich in der Regel zusammenarbeite, ist das aber auch voll okay.
Paul: Ich dachte, du sagst »Fuzzi«, aber Jörg ist natürlich besser.
Vinz: Die merken dann einfach: Wir sind auf allen Wellenlängen. Man kann einfach reden, miteinander auf Augenhöhe. Es geht nicht um irgendwelchen Bullshit, sondern ums Resultat. Wenn man A sagt, dann macht man auch B. Und das ist auch ein bewusstes Gefühl, das ich den Leuten geben will. Dass ich nicht der hundertste Agentur-Heini bin, der irgendetwas zusammenwürfeln will, sondern: Wenn wir zusammen ins Geschäft kommen, machen wir Nägel mit Köpfen. Dann hast du eine geile Marke, die funktioniert.
Und darum: Ja, Emotionen nutzen. Habe den Mut, diese Emotionen – mittels Content oder was auch immer – deinen Leuten zu zeigen, damit sie das auch spüren. Es ist eine magische Zauberformel, die das Leben halt extrem viel einfacher macht.
Paul: Punkt eins dazu: Wer den Podcast gerne wegen des charmanten Bündner Dialekts hört, jetzt wäre genau der richtige Moment, das Ganze zu bewerten, damit das noch viel mehr Leute hören können und damit wir in den Charts da draussen bei Apple Podcasts oder wo auch immer aufsteigen. Und hinterlasst gefälligst ein Abo auf YouTube. Das ist das Mindeste, was man heutzutage machen kann. Kostet nichts, tut nicht weh und hilft uns mehr, als man denkt.
Zu den anderen Punkten. Ich würde das gerne noch mal aufdröseln, weil ich glaube, die Einleitung war relativ überfordernd mit all den Punkten. Letztlich gehört das alles dazu. Punkt eins: Warum gehen Leute überhaupt gerne golfen? Das ist für mich immer die Grundfrage. Ich wette, die lieben gar nicht alle Golf. Es ist halt an der frischen Luft. Du hast viel Raum um dich rum. Ich glaube, das tut einfach gut. Und du hast sehr viel Zeit zwischen den einzelnen Schlägen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Es geht wirklich nur um Vertrauensaufbau.
Wir haben immer das Gefühl, wir entscheiden nach dem besten Deal oder dem besten Angebot. Aber wenn wir ehrlich sind: Wir haben alle schon Käufe getätigt, auch online, die nicht der beste Deal waren, die vielleicht ein bisschen teurer waren. Aber wo wir das Gefühl hatten: Dafür kommt das Paket auch wirklich an. Und es ist kein Händler, der mich über den Tisch zieht. Auch das hat mit Vertrauen zu tun. Wir begründen dann jede Entscheidung rational: Das waren ja nur zehn Franken mehr. Aber dahinterstehend sind es eigentlich immer Bauchgefühle und Emotionen, die uns bewegen.
Das können wirklich Tausendstel Sekunden sein, wo wir das Gefühl haben: sympathisch oder nicht sympathisch. Dem kann ich vertrauen, dem nicht. Hier fühle ich mich gut aufgehoben oder auch nicht. Und die entscheiden darüber, ob wir unsere Entscheidung später rational begründen – ob wir sie damit untermauern oder nicht. Und genauso kannst du das auch auf Events sehen. Wann ist eine Messe erfolgreich? Wenn da 100 Leute an deinem Stand waren oder wenn es nur 10 sind?
Egal welche Zahl rauskommt – du wirst sie für dich begründen können, warum etwas gut oder schlecht war. Aber der eigentliche Punkt dahinter: Es war für dich vielleicht eine schlechte Messe, da waren nur zehn Leute. Aber letztlich hätten es auch zehn richtig coole Gespräche sein können. Es hat sich nicht richtig angefühlt, weil irgendwas anderes nicht stimmig war – weil du das Gefühl hattest, dein Stand hat sich nicht so repräsentiert, wie er sollte, oder du hast dich im ganzen Umfeld nicht wohlgefühlt.
Deswegen wichtigster Punkt: Es kommt sehr viel aus dem Bauch. Da klinge ich jetzt vielleicht fast wie ein Gesundheitscoach – »Hör auf dein inneres Bauchgefühl.« Aber das entscheidet halt. Und je besser du das reflektieren kannst, desto eher kannst du eine Entscheidung auch nachvollziehen. Du kannst sie immer noch rational begründen. Aber ich finde es wichtig, das als Grundlage zu verstehen: Es sind eben nicht nur Zahlen, es steht immer noch etwas anderes dahinter.
Vinz: Ich finde aber auch – und wir machen ja eigentlich jede Folge im Branding-Kontext –, es ist wie im Leben auch: Bauchgefühle sind gut, die geben dir ein gutes oder schlechtes, ein mulmiges Gefühl. Aber ich habe das Gefühl, es hat dann immer ein bisschen die Gefahr, dass du dich verleiten lässt. Zu irgendetwas, weisst du – zum Beispiel beim Thema Shopping kennt jeder Impulskäufe. Oder auch im Business-Kontext: Man hat gerade einen guten Deal, dann wird noch ein bisschen mit dem FOMO-Effekt gespielt. Ein Rabatt, der übermorgen verfällt. Wenn man jetzt sofort zuschlägt, kriegt man nochmal einen Rabatt.
Das führt dazu, dass ein Bauchgefühl schnell verfälscht werden kann. Und deshalb mein Appell im Markenkontext: Wenn man ein gescheites Fundament hat, Leitplanken, dann hat man ein gesundes, rationales Werkzeug, mit dem man das Bauchgefühl wieder ein bisschen aussteuern kann. Jeder sagt zwar, dass Käufe oder Business immer durch Gefühle entsteht. Aber ich finde, irgendwo schwingt die Rationalität auch mit. Und je klarer man für sich Regeln aufgestellt hat, desto klarer kann man die Impulse und Gefühle auch bewerten.
Paul: Damit ich direkt drauf eingehe: Es ist ja immer die Summe aller Teile. Man könnte jetzt mit Verkaufspsychologie argumentieren – wenn du Leuten drei Pakete zur Auswahl gibst, entscheiden sie sich immer für das in der Mitte. Oder wenn du ein unmöglich teures Angebot rausschickst, nur weil du eigentlich keinen Bock auf den Auftrag hast, dann wird sowas trotzdem manchmal gekauft. Es spielen so viele kleine Elemente eine Rolle. Und da hast du absolut recht: Eine Marke spielt ja auch mit dem Bauchgefühl der Leute, die man erreichen will, indem du das bewusst steuerst.
Du kannst nie hundertprozentig beeinflussen, was Leute von dir halten. Aber du kannst das, was sie von dir wahrnehmen sollen im ersten Augenblick, natürlich beeinflussen und so steuern, dass es zu dir als Person besonders gut passt.
Vinz: Da müssen wir vielleicht auch mal eine Lanze brechen für die ganze Kommunikations- und Design-Geschichte, die wir immer ein bisschen verpönen. Dort entsteht genau der erste Eindruck. Über uns Menschen auch. Wenn uns jemand optisch schon nicht in den Kram passt, wird es nachher umso schwieriger, Sympathie aufzubauen oder dem ersten Bauchgefühl entgegenzuwirken. Das ist ja wie bei mir – ich bin tätowiert. Alle haben das Gefühl, ich bin kriminell. Darum muss ich halt noch mehr mit meinem Bündner Charme spielen, damit ich etwas positiver wirke.
Aber dann einfach: Die Wirkung kann man bewusst steuern. Das ist in der Regel mit dem ersten Eindruck, Kommunikation und Design sehr gut zu machen.
Paul: Damit steuerst du ja auch den Vertrauensaufbau. Aber natürlich muss dahinter immer etwas stehen. Bevor du irgendetwas verkaufen kannst, musst du mit den Leuten erstmal in den Austausch kommen. Du musst dich kennenlernen, weil B2B in dem Fall immer ein Risiko birgt. Es kann ja sein, du kaufst ein komisches Angebot ein oder da ist ein Schaumschläger, der dir etwas verspricht und es später nicht hält. Alles schon erlebt. Davon ist niemand frei.
Gefühlt werden wir alle mindestens einmal in unserem Leben gescammt. Und das verfolgt uns – das führt dazu, dass wir skeptischer sind. Unser Bauchgefühl sagt dann, auch wenn das rational ein super gutes Angebot ist: »Nee, irgendwas ist da faul, irgendwas stimmt nicht.« Das ist dann der umgekehrte Fall.
Vinz: Aber jetzt muss ich hier einhaken. Ich kenne es aus unserer Branche – Design, Kommunikation, Branding – aber auch vor allem vom Bau und der Architektur. Und dort muss ich sagen: Bei vielen geht es immer nur ums Geld. Je günstiger ein B2B-Auftrag ist – wie bei uns im Branding –, wenn wir zum Beispiel ein Angebot haben, kein Ahnung, ein Markenfundament, eine gescheite Kommunikation, ein Redesign, und wir kommen irgendwo, ich sage jetzt einfach 20'000 Franken, dann werfen alle die Hände hoch.
In der Regel sind die meisten aber schon zwei-, dreimal auf die Schnauze geflogen, weil sie irgendetwas – keine Ahnung, auf Fiverr oder sonst wo – bei einer Hinz-und-Kunz-Agentur für 3'000 Franken haben machen lassen. Das ist immer ausgeworfenes Geld, seien wir ehrlich. Ausserdem lädst du das woanders runter und der verkauft es dir dann zehnmal teurer weiter.
Aber vor allem in der Baubranche geht es immer nur ums Geld. Dann kannst du mir doch nicht sagen, dass das emotional getrieben ist. Da geht es nicht um Werte, sondern um Fakten. Das ist bei mir im Kopf ein bisschen widersprüchlich. Wenn ich einen Kauf tätige, schaue ich nie nur, ob es das günstigste oder das teuerste ist – ich versuche immer, einen gesunden Mittelweg abzuschätzen. Aber die Leute jagen immer noch dem grössten Schnäppchen nach. Und wenn sie dreimal auf die Schnauze fliegen, sind sie selbst nicht schuld, sondern immer nur die anderen. Anstatt einfach mal zu sagen: Ich investiere halt ein bisschen mehr, aber dann weiss ich auch, es kommt ein gescheites Resultat raus.
Vor allem in meiner Kundschaft, wo sehr viele recht skeptisch sind, die nostalgisch und handfest unterwegs sind – die alle schon schlechte Erfahrungen mit Kreativen gemacht haben. Aber anstatt mal genauer hinzuschauen oder wirklich zu investieren... Nein. Man sucht immer das Günstigste und ist am Ende wieder verwundert, dass es einfach schlecht ist.
Paul: Meine Theorie dazu wäre: Es ist dir dann einfach nicht wichtig – und eine andere Sache ist dir wichtiger. Im Bezug auf den Bau geht es halt darum, das Haus soll schnell stehen, damit ich schnell verkaufen kann. Da kommen andere Sachzwänge dahinter, weil man Geld vorgeschossen hat. Das eigentliche Ziel ist nicht ein Haus, das 100 Jahre hält, sondern ein Haus, das man zum bestmöglichen Preis mit minimalem Aufwand verkaufen kann. Dann würde ich sagen: Ja, dann ist es dir halt einfach nicht wichtig.
Vinz: Ja, logisch. Schlussendlich gibt es Bauschäden überall, dann springt die Versicherung an, dann klagen sie den Unternehmer an, der es aber vorher abgemahnt hat. Es ist ein fürchterlicher Rattenschwanz.
Paul: Aber das ist ein mega spannendes Beispiel, das lässt sich auf ganz viele andere Sachen übertragen, die wir in anderen Folgen schon hatten. Man könnte sagen: Wenn dir das Thema Bau am Herzen liegt, dann bist du einer der wenigen, die es anders machen – qualitativ hochwertiger bauen, dadurch weniger Schäden haben, ein Projekt schneller fertigstellen, weniger Bauklagen im Nachgang und das Ganze am Ende sogar günstiger abschliessen. Weil sonst hast du eher dieses Wett-Mindset: »Ich will das so günstig und schnell wie möglich durchpeitschen. Wenn ich verklagt werde, bin ich am Sack. Aber wenn ich damit durchkomme, habe ich maximal Gewinn gemacht.« Das ist eher ein Poker-Mindset.
Oder du gehst halt anders damit um, weil das eine andere Geschichte ist, die dir wichtig ist und die du auch nach aussen tragen willst. Zu sagen: »Ich baue vor allem so, dass es vielleicht für mehr als eine Generation hält. Vielleicht ist es sogar klimaneutral. Ich denke bestimmte Dinge von Anfang an mit, weil das auf lange Sicht immer Stress spart.« Aber das ist eine grundlegende Entscheidung: Willst du kurzfristig etwas machen? Oder willst du langfristig wirklich eine Beziehung aufbauen?
Und da würde ich nochmal einhaken. Ich glaube, beim Thema Golfen geht es schon darum, langfristig eine Beziehung aufzubauen. Weil sonst würdest du nicht die Zeit aufopfern, so viel Zeit mit einer anderen Person eins zu eins zu verbringen, damit man sich kennenlernt und abwägen kann: Vertraue ich dieser Person oder nicht? Kurzfristig würde ich eher sagen: Das ist Marketingbudget an, Marketingbudget aus. Wenn es läuft, kommt was rein, und wenn du es ausstellst, denkt auch niemand mehr über dich nach. Je nachdem wie der Wind steht, stellst du den Geldtopf auf ein Problem – und wenn du ihn wegnimmst, ist das Problem wieder da.
Vinz: Ja. Mach mal weiter.
Paul: Ja, ich finde es spannend. Ich hatte mir auch was vorbereitet und jetzt geht es gerade in eine andere Richtung. Aber das finde ich super. Wir müssen uns nochmal mit dem Bauthema auseinandersetzen für eine eigene Folge, weil das eine eigene Welt ist. Da kannst du ja mal was mitbringen.
Vinz: Gut, aber schlussendlich geht es da nur ums Geld, seien wir ehrlich. Und du hast...
Paul: Dann mach dich halt ehrlich, weisst du. Dann sag, dass das wichtig ist, und dann erreichst du auch die Leute, denen es wichtig ist.
Vinz: Ich finde aber auch – blöd gesagt –, beim Golfding ist das für mich ein bisschen das Klischee, das man aus den Businessfilmen kennt. Wenn es mit Business zu tun hat, siehst du einfach irgendeinen Typ golfen. Ich weiss gar nicht, ob das bei uns so normal ist. Es ist ja ein Beispiel. Es geht einfach darum, Vertrauen aufzubauen. Aber ich habe schon das Gefühl, bei vielen Geschichten sind sich die Leute eigentlich egal. Es geht dann wirklich nur ums Business. Das Golf-Ding macht man dann einfach so, weil es zum guten Ton gehört. Vielleicht...
Paul: Lustigerweise ist mein Nachbar Bauunternehmer, fährt Ferrari und geht, glaube ich, auch golfen. Ein Rollenbild oder Filmbild überträgt sich ja auch automatisch auf die Gesellschaft. Das ist nicht nur so, wir schauen die Gesellschaft an und so läuft der Hase – Leute fühlen sich davon auch inspiriert. Gerade wenn du auf Instagram unterwegs bist, wird dir irgendwann dieses klassische Luxusauto, Rolex, Golf, Business, Machermindset-Content angezeigt. Da wird ein Weltbild vermittelt, das voll darauf einzahlt, dass du drauf abfährst. Dann willst du es erreichen, spielst mit, merkst irgendwann, dass es nicht das Richtige ist. Und alles hat irgendwie auch mit Bauchgefühl zu tun. Da kannst du fast bei der Kindheit ansetzen, welche Prägungen du mitbekommen hast.
Vinz: Das ist wirklich... Das ist weit.
Paul: Aber das ist jetzt wirklich nicht mehr der Rahmen für diesen Podcast.
Vinz: Komm jetzt mal auf deine Schienen zurück. Wir sind etwas abgeschweift.
Paul: Genau. Also, wenn man das nochmal nüchtern zusammenfasst: Die Grundaussage war – Content ist das neue Golfen. Was wirklich dahintersteckt, ist meine Überzeugung: Beim Golfen gehst du nicht golfen, weil dir Golfen Spass macht, sondern weil du damit Leute eins zu eins kennenlernst. Und nun haben wir durch das Interview mit Patrick gelernt: Leute lernen dich auch eins zu eins kennen, indem du Content machst als Creator.
Du lässt Leute durch deine eigene Brille schauen, indem du nicht nur dein Fachwissen vermittelst. Das würde niemanden erreichen – das interessiert auch niemanden. Fachwissen ist so erreichbar wie nie zuvor. In zwei Klicks hast du in der Regel eine Antwort, die validierter ist als von irgendwelchen Content-Creatorn. Und trotzdem folgen wir Leuten wie Patrick, weil wir es spannend finden, wie die Dinge für uns analysieren und auseinandernehmen. Wenn wir durch deren Brille schauen können, fühlen wir uns einer Person verbunden.
Und eine Person kann dadurch auch ihr Thema bewusster setzen. Das finde ich den spannenden Punkt – damit wird Golfen vom 1-zu-1-Kontakt zum 1-zu-X-Kontakt. Ganz viele Leute können praktisch mit mir digital golfen gehen. Ich kann ausserdem analysieren, wer das ist, woher die kommen, wie viele das sind und welche Themen die besonders spannend finden.
Ich kann auch mit den Leuten in den Austausch kommen. Die können mich anschreiben, ich kann antworten. Die lernen nicht nur mein Business kennen, sondern auch meine Persönlichkeit. Und da ist ein entscheidender Punkt: Es ist ein Beziehungsaufbau. Es ist nicht dieses »Ich sende Content nach draussen wie auf einer Werbetafel.« Das ist für mich reines Paid-Advertising-Game – ich schalte eine Anzeige und hoffe, dass Leute draufklicken. Das hat nichts mit Golfen zu tun. Das ist eine Werbekarte. Golfen ist wirklich Beziehungsaufbau: miteinander reden, Leute haben die Möglichkeit, mich kennenzulernen.
Ich finde es so interessant, dass man das über Content – wenn du es wirklich schaffst, deinen ganz eigenen Blickwinkel auf eine bestimmte Sache zu teilen – anders denken kann. Eigentlich ist nichts mehr ein Unikat heutzutage. Aber dein eigener Blickwinkel schon, weil du deine eigene Persönlichkeit mitbringst und die mit dem vermischst, was du beruflich machst. Das macht dich auf einmal einzigartig. Und dann wollen viele Leute mit dir golfen gehen können.
Das wollte ich nochmal als Thema mitbringen. Ich habe es jetzt ein bisschen zusammengefasst, weil wir so viel über andere Dinge geredet haben. Aber es ist eigentlich dieser Punkt: Vertrauen aufbauen – und vor allem gesundes Vertrauen aufbauen mit Menschen. Was meinst du dazu, Vinz?
Vinz: Also das war für mich mitunter ein kleiner Aha-Moment. Ich sage ehrlich: Was Patrick gesagt hat, hat bei mir Klick gemacht. Es geht nicht um irgendwelche Hard Facts, die du deiner Bubble mit deinem Content mitteilst, sondern du bist eigentlich der Katalysator. Es geht um deine Sichtweise, wie du das Ganze interpretierst, und darum, dass sich Leute mit dir identifizieren können – und nicht primär mit dem, was du sagst.
Eigentlich ist es ja logisch. Aber es von ihm zu hören, hat bei mir etwas ausgelöst. Gleichzeitig ist es schon logisch – du hast das gerade auch ein bisschen angedeutet. Vor allem bei den Projekten mit Selbstständigen habe ich immer gesagt: Einer der grössten USPs, den du bereits hast, das bist du selber. Dein Charakter. Und darum ist es so: Wenn du selbstständig bist, eine Einzelfirma hast, dann hast du es eigentlich am einfachsten von allen, weil du einen Personal Brand aufbauen kannst. Du bist deine Marke. Deine Art, deine Werte, wie du redest, was du sagst – das sind ja auch wir.
Und darum finde ich: Wenn du Content einfach gut machst, authentisch, wie Patrick das auch gesagt hat, musst du schon ein bisschen einen Plan haben, was du sagen willst – quasi eine Grundstrategie, die wir im Branding auch immer empfehlen, die Grundfragen für sich beantwortet –, und dann machst du einfach freie Schnauze. Wie du dich auch beim Golfen mit Leuten treffen würdest: Du bist du selber, und dann hast du die besten Karten. Wenn es die Leute interessiert, sind es wirklich Leute, die es voll feiern. Und dann geht es nicht ums Zahlen. Du musst nicht 100'000 Follower haben – vielleicht reichen auch 1'000 Follower. Aber dafür hast du, wenn diese Leute mit dir zusammenarbeiten, echte Geschäfte.
Paul: Ja. Und ich finde, es hebt dieses Denken auf eine neue Ebene. Weil man aus einem klassischen Denken heraus glaubt, es ist ein Unternehmen – eher etwas Abstraktes. Wir machen Business to Business. Das heisst, ein Unternehmen verkauft einem anderen Unternehmen eine Leistung. Und was man da immer vergisst: Das sind letztlich Mensch A, der Mensch B etwas verkauft.
Irgendwie muss man Vertrauen fassen – oder halt den günstigsten Preis haben, wie in der Baubranche. Aber auch beim günstigsten Preis muss er irgendwie wissen: »Die kommen aber auch am Montag und bauen mir das Ding auch hin.« Es braucht immer ein Stück Grundvertrauen, dass da etwas dahintersteckt.
Und nun könnte man sagen: Es gibt einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin, die für den Verkauf zuständig ist – dann läuft das von Verkaufsabteilung zu Verkaufsabteilung. Oder das läuft alles über den Tisch von Chef oder Chefin. Wenn du jetzt aber Content Creation dazu nimmst, dann ist es erstmal so: »Wir drucken halt bisher Flyer und machen eine Anzeige in der Zeitung.« Das ist nicht unsere Welt. Ihr sollt auch keine lustigen Tanzvideos machen, um auf TikTok anzukommen, sondern wirklich diese Überlegung: Ich kann mit meiner Art, mit meiner Sichtweise viele Menschen da draussen erreichen. Ich muss dafür nicht mehr golfen gehen, eine Person zu überzeugen, sondern ich kann Aufmerksamkeit für viele relevante Personen aufbauen.
Wenn ich das mit einem gesunden Markenfundament im Rücken mache, kann ich sogar viele Leute aus meinem Team dazu bewegen, dass verschiedene Perspektiven noch viel mehr Menschen erreichen. Und das finde ich richtig interessant – Patrick hat das im Interview gesagt: Du hast ein Logistikunternehmen. Das bedeutet nicht nur, dass der Chef Content macht. Es bedeutet auch, dass der Logistiker, der täglich Gabelstapler fährt, Content machen kann – aus seiner Sichtweise – und damit relevant wird für ein anderes Zielpublikum, als es eine andere Person im Unternehmen erreicht. Dadurch eröffnet sich auf einmal eine riesige Möglichkeit, Personen zu erreichen, die für die Marke relevant sind.
Aber das funktioniert wirklich nur, wenn intern klar ist, dass es die Marke gibt, wofür die Marke steht, und wie schlimm es wäre, wenn die Marke nicht mehr da wäre. Und der zweite Punkt: Dass intern vertraut wird, dass du den Content so machst, dass er der Marke nicht schadet. »Schaden« setze ich jetzt mal in Anführungszeichen – dann ist auch ein lustiges Tanzvideo kein Schaden mehr, sondern kann genau der Content sein, der die richtige Zielgruppe erreicht. Schaden im Sinne von: Drei Personen reden aneinander vorbei und stellen drei verschiedene Unternehmen dar. Das wäre ein Schaden. Drei Personen, die zu drei unterschiedlichen Zielgruppen geilen Content machen, der alles auf eine Marke zurückführt – das ist einfach bombastisch.
Wenn man sich überlegt, was man da für Möglichkeiten aufbaut: Weg von diesem stumpfen »Ich gehe mit einer Person an einem Nachmittag golfen und mein Terminkalender ist schon wieder voll.« Hin zu: »Ich teile die Dinge, die mich beschäftigen, begeistere damit viele Menschen und kann überregional die richtigen Leute anziehen, die auch noch meine Interessen teilen.« Das ist doch viel besser. Es ist nicht so dieses Raten – »Wir teilen halt Golf als Interesse, aber mehr auch nicht, und schliessen trotzdem einen Deal ab, weil wir beide golfen können.« Sondern wir teilen ein gemeinsames Grundinteresse – Patrick meinte zum Beispiel Trash-TV. Und dann hast du eine aufbauende Beziehung plus deinen Business-Content. Auf einmal ist die Welt glücklich.
Und wenn man das jetzt hört – ich hatte fast Gänsehaut – dann wäre mein Lösungsvorschlag wirklich: hinsetzen, gemeinsam abstimmen mit allen im Team, wofür die Marke steht, und dann Räume eröffnen, damit ein kleines Content-Experiment gestartet werden kann. Ihr habt alle ein persönliches Interesse – findet das gemeinsam raus, was das für jeden ist. Dann kriegt jeder sein kleines Experiment: Du hast ein Handy, du hast 60 Tage Zeit, mach jeden Tag ein Content-Piece zu deinem Thema. Schau, ob das für dich passt. Sei einfach da. Dann schaut man, wie man das optimieren und verfeinern kann, wenn es relevant ist – oder sogar noch mehr unterstützen, weil man merkt, es funktioniert. Vielleicht funktioniert es auch nicht, aber dafür ist es ein Experiment. Dann kann man wieder golfen gehen, auch kein Problem. Aber ich finde die Möglichkeit, die sich da auftut, einfach enorm.
Vinz: Man spart sich so auch einen Haufen Country-Club-Abos und Mitgliedschaften.
Paul: Ja. Und am Ende gehst du dann vielleicht nicht mal gerne hin.
Vinz: Ja. Keine Ahnung, was soll ich noch hinzufügen? Du hast das ganze Interview mit Patrick nochmal zusammengefasst. Wer bin ich, hier noch was zu ergänzen?
Paul: Entschuldigung, es hat mich fasziniert. Du darfst wie immer Salz reinstreuen, wenn du merkst, da gibt es einen Punkt, der nicht stimmt. Weisst du, das ist so eine Sache – wir machen ein Interview wie mit Patrick, das finde ich mega inspirierend. Dann sacken alle Dinge, die er gesagt hat, langsam runter. Das spüre ich immer nach Interviews: Es dauert eine Weile, bis man das richtig verinnerlicht hat. Dann mache ich mir nochmal Gedanken für eine Folge, nehme eine Folge wie jetzt auf – und dann merke ich innerhalb der Folge nochmal richtig, worum es eigentlich geht. Und manchmal kommt dann alles raus. Das finde ich so unsere kleine Podcast-Magie: den ganzen Bullshit in Form von Skripten wegzulassen und die Themen einfach in den Raum zu stellen, um die es wirklich geht.
Vinz: Ich merke, du wirst gerade richtig emotional. Ich spüre das bis nach Luzern hinein. Vielleicht kann ich als alter Miesepeter noch etwas dagegen rätschen und sagen: Ja, ist gut und recht, Content. Und alle, die denken: »Ich will eigentlich nichts mit dem Bullshit zu tun haben« – ich fühle euch.
Paul: Gut, dann brechen wir an der Stelle ab.
Vinz: Nein, nein. Ich muss aber auch sagen: Man kann es einfach ausprobieren und sein Medium finden. Wir machen den ganzen Spass ja auch schon fast ein Jahr. Und ich hätte vor einem Jahr auch nicht gedacht, dass ich mit dir mal so einen geschmeidigen Podcast und YouTube-Channel habe. Also einfach mal ausprobieren und machen.
Ich glaube, wenn man dann das gefunden hat, was einem Spass macht – vor allem auch das Thema, das einen interessiert –, und man das kombinieren kann, dann sieht die ganze Welt auch wieder etwas anders aus.
Paul: Ja. Und da ist es wirklich wichtig, die Dinge auszuprobieren, zu merken, ob sie funktionieren oder nicht, und sich aber auch ehrlich zu machen und mit den Dingen zu beginnen, die einem Spass machen. Also: Hör dir unbedingt nochmal das Interview mit Patrick an. Er hat es gesagt, aber zusammengefasst: Wenn du nicht dein eigenes Interesse dahinter verfolgst oder es zurückhältst, weil du das Gefühl hast, du musst jetzt irgendwie Content machen wie alle anderen, oder du musst nur über Business-Themen reden, weil du ja ein Business-Unternehmen bist – dann gehst du die Sache falsch an. Das braucht dieses Intrinsische: Ich habe ein Interesse, ich mixe das mit Dingen, die mir Spass machen, und ich bringe Leidenschaft mit. Weil sonst kannst du es weglassen – dann ist es nur nervig.
Ich glaube, wir haben es gut gemacht. Wir hatten eine Grundidee mit dem Podcast, worum es gehen soll. Und der hat sich während des Machens stetig weiterentwickelt. Dadurch wurde es mit der Zeit immer besser. Deswegen werdet ihr uns so schnell nicht mehr los. Wenn ihr wirklich das Gefühl habt, das sind schöne Gedanken, ich höre den beiden Jungs gerne zu, dann folgt rein, hinterlasst ein Abo – das hilft unglaublich. Hinterlasst ein Like, wenn es euch gefallen hat, und bewertet den ganzen Spass. Das gibt uns Rückenwind, damit es noch mehr Leute da draussen erreicht.
Vinz: Genau. Und wenn ihr das schlecht findet, hinterlasst gerne einen Kommentar mit dem, was euch gestört hat. Dann wissen wir es, können es verbessern – und haben wenigstens einen Kommentar.
Paul: Das hat er nicht gesagt. Es ist ein bisschen wie bei PR: Es gibt keine schlechten Public Relations.
Vinz: Es gibt keine schlechte Publicity – es gibt nur Publicity.
Paul: Merci, Vinz. Deswegen machen wir den Spass hier zu zweit. Also: Spart euch das Geld fürs Golfen, investiert die Zeit lieber in Content, probiert es aus oder hinterlasst eure Gedanken, warum das für euch überhaupt nicht funktioniert. Wir sind da, wir machen weiter mit Content und wünschen euch viel Spass beim Marke machen.
Vinz: Bis zum nächsten Mal. Ciao.
Paul: Danke dir, Vinz. Ciao.
Vinz: Danke fürs Zuhören und Zuschauen. Wer beim Golf-Abo sparen will, teilt diese Folge – wie Paul schon fünfmal gesagt hat –, hinterlasst gerne einen Kommentar, ein Like und ein Abo. Bis zum nächsten Mal.














































































