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Nachhaltiges Branding

Paul

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Hi, ich bin Paul und entwickle nachhaltige Marken für Unternehmungen, die wirklich was verändern wollen. Und da Wissen für alle da ist, teile ich es nur zu gerne.

Nostalgisches Branding

Vinz

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Nostalgie mit cleanem Sex-Appeal. Dafür stehe ich mit meiner Arbeit. Fancy Firlefanz brauche ich nicht, dafür steht Substanz und Echtheit bei mir ganz oben.

Dein Branding löst nicht alle Probleme (aber hilft, sie zu erkennen)

  • Autorenbild: Paul Stolle
    Paul Stolle
  • 28. Apr. 2025
  • 9 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Dez. 2025




Dein Branding löst Probleme nicht – es schafft Klarheit


Branding wird oft als Heilsversprechen verkauft. Neues Logo, klare Positionierung, saubere Website – und plötzlich soll alles laufen: mehr Kunden, bessere Mitarbeitende, weniger Chaos. Verständlich, dass viele Unternehmen genau diese Hoffnung haben. Der Markt erzählt ihnen ja seit Jahren, dass es so funktioniert.

Die ehrliche Antwort ist unbequemer: Branding allein löst keine Probleme. Aber – und das ist der entscheidende Punkt – es macht Probleme sichtbar, benennbar und bearbeitbar.


Warum die Erwartung trotzdem logisch ist


Wenn du als Unternehmer:in feststeckst, suchst du Abkürzungen. Das ist menschlich. Jeder will die eine Lösung, die alles einfacher macht. Genau darauf zielen viele Angebote ab: Funnels, Frameworks, Markenmodelle, Templates. Alles verspricht Geschwindigkeit und Klarheit.

Das Problem: Werkzeuge lösen keine strukturellen Themen. Sie können helfen – aber nur, wenn du weisst, wofür du sie einsetzt.

Branding wird dann zur Projektionsfläche. «Wenn wir das endlich machen, dann wird alles gut.» Diese Erwartung ist nicht naiv, sondern nachvollziehbar. Sie ist nur falsch adressiert.


Was Branding tatsächlich leistet


Ein guter Branding- oder Markenentwicklungsprozess sorgt nicht für sofortige Lösungen, sondern für etwas Fundamentaleres: Klarheit.

Klarheit darüber,

  • wofür ein Unternehmen wirklich steht,

  • was es leisten kann – und was nicht,

  • welche Versprechen realistisch sind,

  • wo Reibung entsteht: im Angebot, im Team, im Service, in der Kommunikation.

Und genau hier wird es unbequem. Denn Markenarbeit deckt Dinge auf, die vorher unter der Oberfläche lagen. Schlechte Prozesse. Überlastete Teams. Unklare Angebote. Erwartungen, die man selbst nicht mehr erfüllen kann.

Plötzlich gibt es nicht weniger Probleme, sondern mehr sichtbare Themen. Das fühlt sich für viele erst mal wie ein Rückschritt an.


Warum Umsetzung der Knackpunkt ist


In Workshops entsteht oft Euphorie. Endlich ist alles auf dem Tisch. Endlich fühlt man sich verstanden. Doch wenige Tage später ist der Alltag wieder da. Und genau dort scheitern viele gute Markenstrategien.

Nicht, weil sie falsch sind – sondern weil Anwendung fehlt.

Markenarbeit funktioniert nur dann nachhaltig, wenn drei Dinge zusammenspielen:

  • Mindset: Ich verstehe, warum wir das tun und wofür wir stehen.

  • Toolset: Ich habe Werkzeuge, Vorlagen, Orientierung.

  • Skillset: Ich kann das im Alltag anwenden – auch unter Druck.

Fehlt einer dieser Punkte, bleibt Branding Theorie.


Branding als Spiegel, nicht als Reparaturset


Markenentwicklung ist keine Reparaturwerkstatt. Sie ist eher ein Spiegel. Sie zeigt, wo es hakt – aber sie nimmt dir die Arbeit nicht ab. Genau deshalb ist sie wertvoll.

Gute Markenarbeit sagt nicht: «So müsst ihr es machen.» Sie sagt: «Hier sind eure Optionen. Hier sind eure blinden Flecken. Hier müsst ihr entscheiden.»

Das gilt für Angebote genauso wie für Teamführung, Kultur oder langfristige Ausrichtung. Und ja: Nicht jedes Problem gehört in die Markenentwicklung. Organisationsentwicklung, Führung, Teambuilding – dafür gibt es andere Expert:innen. Branding hilft zu erkennen, wo diese Themen relevant werden.


Warum Misstrauen gesund ist


Wer verspricht, mit Branding alle Probleme zu lösen, ist nicht ehrlich. Veränderung braucht Zeit. Und sie braucht Bereitschaft, Dinge anzupacken – auch nach dem Workshop.

Markenarbeit ist kein Endpunkt, sondern ein Startsignal. Sie gibt Richtung, Fokus und Sprache. Laufen musst du selbst, denn Branding löst Probleme nicht — es schafft Klarheit.


Die eigentliche Stärke von Branding: Branding hilft nicht, Probleme zu eliminieren. Es hilft, sie einzuordnen.

Was du mitnimmst


  • Branding ist keine Wunderlösung. Es nimmt dir keine Arbeit ab – aber es zeigt dir, wo Arbeit nötig ist.

  • Klarheit ist wertvoller als schnelle Lösungen. Zu wissen, wo das Problem liegt, ist oft wichtiger als ein neues Tool.

  • Umsetzung entscheidet über Wirkung. Ohne Anwendung im Alltag bleibt jede Strategie Papier.

  • Markenarbeit deckt Transformationsfelder auf. Angebot, Team, Prozesse, Zukunftsfähigkeit – alles hängt zusammen.

  • Gute Markenarbeit ist Begleitung, nicht Belehrung. Sie schafft Orientierung, keine Dogmen.


Jetzt reinhören


In dieser Folge sprechen Paul und Vinz darüber, warum es gefährlich ist, Branding als Abkürzung zu sehen – und weshalb echte Markenentwicklung erst dort beginnt, wo es unbequem wird. Wenn du verstehen willst, wie Branding dir hilft, Probleme zu erkennen statt sie zu überdecken, hör dir die ganze Folge an.









Bildtext: Branding gut! Alles gut?


Das Transkript zu E008

Vinz:

Wunderschönen guten Abend, Paul. Ich habe ein Thema mitgebracht. Und zwar: Ein Branding allein wird deine Probleme nicht lösen. Warum?


Paul:

Ist jetzt eine Frage.


Vinz:

Ja.


Paul:

Cool! Hoi Vinz!


Vinz:

Ja? Hoi, alles klar.


Paul:

Schön, dass wir wieder zusammen sind. Ja, auf jeden Fall. Du, läuft, würde ich sagen. Und die Themen gefallen mir immer mega gut. Ich glaube, erst mal ist es an der Zeit, einen Disclaimer reinzuhauen, dass wir die Themen voneinander nie wissen. Also wir drücken auf Startaufnahme – und dann kommt so ein Überraschungsthema. Deswegen: megaspannend.


Vinz:

Und bin ich so überfordert?


Paul:

Ja, dann erst mal stilles Schweigen und so ein stammelndes Vorstellen. Aber gehört alles dazu, ist ja live. Die Aufnahme zumindest. Egal.


Warum ein Branding alleine deine Probleme nicht lösen wird – das ist erst mal eine steile Aussage. Und mit zwei Gehirnwindungen drüber nachdenken ergibt das komplett Sinn. Aber ich glaube nicht, wenn du als Kunde oder Unternehmen ein Branding möchtest, weil du dann ganz viel Hoffnung in diese eine Lösung reinbutterst.


Da muss ich sagen: nicht weiter verwunderlich. Weil wir aktuell in einem Markt unterwegs sind, wo jeder dahergelaufene Dienstleister dir die Lösung für all deine Probleme verspricht. Deswegen ist es nur logisch, dass du hinkommst und sagst: Wenn ich mir ein Branding kaufe, löst das all meine Probleme. Weil der Lulu da draussen das in jeder dritten Werbeanzeige sagt.


Und ich weiss das, weil ich aktuell immer noch in so einem Funnel-Loch auf Instagram gefangen bin, wo mir haufenweise Männer ihre Funnel-Sachen verkaufen wollen. Ich habe liebevoll «Männer» gesagt. Ohne Witz, ich habe noch keine Frau gesehen, die mir einen Funnel verkauft. Egal – anderes Thema.


Ich kann’s voll nachvollziehen, wenn du rangehst und sagst: Ein Branding löst meine Probleme.


Ich würde immer unterschreiben: Es löst sehr viele Probleme, die du hast. Es macht aber auch sehr viele offene Felder auf, die du bespielen kannst. Und ich kann auch sagen, warum. Aber du kannst erst mal sagen, wie du zu dem Thema stehst.


Vinz:

Finde es spannend, in welche Richtung das geht. Ich habe mich heute nicht so vorbereitet. Ich habe keinen Leitfaden, den ich galant durchschwebe – ich stelle es einfach mal in den Raum. Ich habe für mich so ein Schlussplädoyer definiert. Aber ich finde es spannend, was du für eine Tür geöffnet hast. Von daher: Ja.


Ich bin völlig deiner Meinung. Heutzutage wird einem wirklich die Lösung für jeden Seich angeboten. Vor allem Selbstoptimierungsschiene: abnehmen ohne Aufwand, hier und her. Und genauso im Brandingbereich: so viele Anbieter, die Coachings anbieten. Da profitiert man sicher, wenn man dahinter ist, aber…


Es ist im Kern ganz einfach: Wenn du ein Problem hast, suchst du die Abkürzung. Für alles. Man hat immer das Gefühl: Da muss doch irgendetwas geben, damit alles einfacher und schneller geht. Und die einzige Sache, die wirklich funktioniert, ist oft so banal, dass man selber sagt: Nein, das kann’s nicht sein.


Und eigentlich ist das auch unser Claim – und im Namen drin: einfach machen. Einfach anfangen.


Es geht ums Umsetzen. Wenn man passiv hofft, dass sich Probleme von allein lösen, wird man sehr schwer ans Ziel kommen. Statt zu sagen: Ja gut, jetzt beiss’ ich halt in den sauren Apfel und setze um.


Im Branding – in der Markenentwicklung – ist das am Anfang oft recht und schön: neue Erkenntnisse, Schwung, wieder PS auf den Boden, den passenden Gang finden. Und dann geht es darum: weitermachen.


Paul:

Ich glaube, da drin ist das grösste Problem. Du hast es gut beschrieben: Du bist in dem Prozess, fühlst dich verstanden, hast Dinge definiert, alles gut. Und zwei Tage später bist du wieder komplett im Alltag gefangen. Und dann musst du das Zeug in den Alltag einbinden, übertragen, anwenden.


Da scheitern so viele gute Branding- und Markenstrategie-Ansätze: Man denkt, mit zwei Workshops ist es getan. Man gibt es den Leuten in die Hand und wundert sich, warum man nie wieder was davon sieht. Im Idealfall verwenden sie noch das Design und machen die hübsche neue Website nicht in zwei Wochen wieder kaputt mit eigenem Inhalt – klingt böse, aber: In den Workshops ist man auf einer Wellenlänge, setzt viel voraus und denkt: Die haben’s verstanden, die wenden es schon richtig an.


Aber du musst es anwenden – und anwenden können. Ich rede da gerne von Mindset, Toolset, Skillset:

- Mindset: Verstanden haben, worum es geht und was die Marke kann.

- Toolset: Werkzeug an der Hand haben.

- Skillset: wissen, wie man es täglich anwendet.


Dann löst es langfristig Probleme.


Und ja: Workshops lösen Probleme – du kommst rein mit Fragezeichen und gehst raus mit Erkenntnissen. Aber es schafft nicht automatisch die Stufe «Jetzt kann ich das alles anwenden».


Und noch was: Markenentwicklung reisst oft Transformationsfelder auf. Angebot, Produkt, Teamorganisation, Zukunft: Kannst du das, was du versprichst, die nächsten zehn Jahre halten? Wenn nicht, müssen wir da ran. Wenn dein Team sich nicht wohlfühlt, akzeptiert es keine neue Marke. Das sind Prozesse.


Ich würde manchmal fast sagen: Leute haben am Anfang ohne Markenentwicklung weniger Probleme als mitten drin. Wir lösen viel, aber manches bleibt. Und ich sehe mich nicht als Experten, der alles lösen kann – Organisationsentwicklung, Teambuilding, da sind andere besser. Ich begleite, ordne ein, helfe zu verstehen, was gebraucht wird.


Vinz:

Ich glaube, es geht auch nicht immer nur darum, Probleme zu lösen. Sondern Klarheit zu schaffen. Möglichkeiten aufzuzeigen. Anstösse zu liefern. Du arbeitest mit Leuten, die das seit Jahrzehnten machen – vielleicht generationenlang. Ich bin nicht der Herrgelaufene, der auf dicke Hose macht und sagt: Ihr müsst so und so. Das ist Bullshit, da sind wir beide dagegen.


Es geht darum, eine ehrliche Zweitmeinung zu sein. Den Blick von aussen. Man wird betriebsblind, festgefahren. Und viele kommen nicht raus aus dem bekannten Kreis, weil das wie eine Zumutung ist. Dann tut es gut, wenn jemand von aussen ehrlich sagt: «Cool / nicht cool – hier habt ihr Möglichkeiten»


Und oft habe ich das Gefühl, ich habe einfach ein normales Gespräch, und die sagen danach: «Boah, bei mir rattert so viel im Kopf.» Und du denkst: Okay – gut oder schlecht – cool.


Das ist ein Kernpunkt unserer Arbeit: eine mögliche Route aufzuzeigen. Und im besten Fall zu unterstützen.


Paul:

Ja. Ich würde Leuten, die versprechen, alle Probleme zu lösen, gar nicht trauen. Mit gesundem Menschenverstand weiss man: so schnell geht das nicht – und sie sollen das auch gar nicht.


Der Fokus ist Einordnen. Und ja: Markentherapeut trifft es. Workshop wie Therapiesitzung: Klarheit.


Und Branding ist ein konstanter Dialog mit deinem Umfeld. Wenn du eine Marke definierst und dann zehn Jahre stur durchboxst, ohne Feedback, ohne Umfeldentwicklung – ist das Stillstand. Dann bist du vom sechsten Gang in den Leerlauf und rollst nur noch.


Branding ist ein Mindset-Shift: Zielgruppe fragen, wie fühlt ihr euch mit dem, was wir tun? Was können wir anpassen? Mit Klarheit: Was passen wir nicht an, weil es uns ausmacht. Es ist ein Austausch.


Vinz:

Ja. Und nur weil du eine schöne Website oder Optik hast, zieht das vielleicht mehr Mitarbeitende an. Aber kannst du sie halten? Es hat einen Grund, warum du keine findest.


Du kannst sagen: Die Jungen wollen nicht arbeiten. Oder: Es hat keine auf dem Markt. Aber es gibt Firmen, die haben genug Leute. Schau hin: Was machen die anders? Es muss nicht nur der Lohn sein. Es kann der Umgang sein. Oder dass man auch mal «Nein» sagt zu einem Auftrag, statt Leute weiter zu verheizen.


Ich rede aus Erfahrung – Gastro. Eine ganze Branche am Limit. Und statt zum Kernproblem zu schauen: Warum? – macht man oberflächlich irgendwas.


Paul:

Und ich bin überzeugt: Wir müssen nicht auf alles Antworten haben. Es reicht, Bewusstsein zu schaffen und die Bereitschaft, hinzuschauen. Zu diesem «Warum» zu kommen.


Und ja: Viele verkaufen dir krasse Werkzeuge. Wie wenn ich mit meinem alten Fiat Punto komme und jemand mir einen Zwölfzylinder als Lösung verkauft. Geiles Tool, aber nicht für meine Situation.


Landingpages, Funnels, Storytelling – als Werkzeug super, wenn du es einordnen kannst. Aber das löst nicht das Kernproblem, wenn du nicht weisst, warum das Problem besteht. Du musst an den Kern.


Und ob mit uns oder ohne uns: Hol dir Unterstützung oder komm selber an den Kern.


Und eigentlich müsste man nach dem Branding-Prozess immer wieder rein: Funktioniert es? Feedback? Kannst du es nach drei Monaten anwenden? Nach sechs Monaten? Und das zehn Jahre lang. Dann bist du richtig gut.


Dann hast du nicht nur Tools, sondern Richtung, Fahrplan, Bauplan. Wie beim Restaurantbild: Du weisst, wie du kochst, was deine Gäste mögen, wie Teamwork funktioniert – und dann läuft das Restaurant.


Das ist die Magie.


Vinz:

Ja, finde ich gut.


Und ja: Branding allein löst kein Problem. Aber es gibt Fokus, Klarheit – damit du Probleme benennen und identifizieren kannst. Und dann systematisch angehen. Oder kreativ neu verbinden, bis es keine Probleme mehr sind.


Wenn jemand das Bedürfnis verspürt, da Klarheit zu schaffen: Meldet euch gerne bei Paul oder bei mir. Je nachdem – ist Geschmacksache, wieder Zielgruppe.


Paul:

Wow, ein Call to Action. Oder bei Vinz, ja.


Vinz:

Ich sage liebevoll: öko. Oder wenn du das tätowierst: asozial. Genau. Schlussendlich kommt es darauf an, dass man ins Machen kommt.


Paul:

In jedem Fall danke dir. Danke fürs Thema – und viel Spass beim Machen.


Vinz:

Danke, nao. Ja dann: bald und ciao.


Paul:

Immer. Bis bald. Ciao!


 
 
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