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LinkedIn nervt — aber es bringt Kundschaft (mit Nicole Fleischer)

  • Autorenbild: Paul Stolle
    Paul Stolle
  • 3. Feb.
  • 28 Min. Lesezeit




Warum die Plattform anstrengend ist und trotzdem das beste B2B-Spielbrett bleibt


LinkedIn ist die Plattform, bei der du dich gleichzeitig fragst, warum du da bist – und warum du nicht längst konsequent bist.


Du öffnest die App und siehst in fünf Minuten genug Gründe, sie wieder zu schliessen: Karriere-Inszenierungen, Dankbarkeits-Posts, die niemand so sagen würde, politisches Gezänk, und Texte, die klingen, als hätte jemand aus Versehen denselben Baukasten an tausend Menschen verteilt. Das Ganze hat oft diesen speziellen LinkedIn-Ton: geschniegelt, korrekt, gleichzeitig leer. Man kann das lächerlich finden. Man kann sich darüber aufregen. Und man kann trotzdem nicht leugnen: Im B2B passiert dort real Geschäft.


Genau diese Spannung macht LinkedIn so unerquicklich. Es nervt – aber es wirkt. Und das ist auch der Grund, warum viele KMU ständig drumherumtänzeln: Man spürt, dass man eigentlich müsste. Aber man hat keine Lust, Teil dieses Spiels zu werden.

In E081 sprechen wir mit Nicole Fleischer darüber, wie man das auflöst: nicht indem man LinkedIn «lieben lernt», sondern indem man versteht, was die Plattform in der Praxis ist – und was eben nicht.



Die Schiene, die alles zusammenhält: LinkedIn ist kein Content-Kanal, sondern ein Vertrauenskanal


Viele gehen mit dem falschen Bild auf LinkedIn. Sie denken: Das ist ein Ort, wo ich Content mache, Reichweite bekomme und dann kommen die Leads. Und dann starten sie in diese typische Maschinerie: Formate, Hooks, Postingpläne, Content-Säulen, Impressionen zählen. Nach drei Wochen sind sie müde und nach sechs Wochen frustriert.


Nicole formuliert LinkedIn weniger wie ein Content-Spiel und mehr wie eine nüchterne Vertriebsrealität. Sie sagt ziemlich klar: «LinkedIn ist nach wie vor die größte B2B-Plattform.» Und sie übertreibt bewusst: Wer nicht aktiv ist, «verschenkt eigentlich jeden Tag jede Menge Geld». Das klingt nach Holzhammer – aber es trifft einen wunden Punkt: Im B2B geht es selten darum, dass jemand dich sofort kauft. Es geht darum, dass du im Kopf bist, wenn der Bedarf entsteht.


Genau dafür ist LinkedIn stark: Es erzeugt Kontaktpunkte. Wiederholte Begegnungen. Dieses «Ich kenn dich doch von irgendwo» – bevor man überhaupt je miteinander gesprochen hat. Und das ist im B2B ein riesiger Vorteil, weil Vertrauen nicht im Erstkontakt entsteht, sondern im Wiedererkennen.



Warum Unternehmensseiten so oft enttäuschen


Unternehmen starten gern dort, wo sie sich sicher fühlen: bei der Unternehmensseite. Logo drauf, sauberer Text, «Wir sind ein führender Anbieter …», vielleicht ein paar Bilder aus dem Büro, fertig. Das wirkt ordentlich. Und es fühlt sich kontrollierbar an, weil es nicht an einer einzelnen Person hängt. Das Problem: LinkedIn belohnt dieses Modell nur begrenzt. Nicole beschreibt das sehr direkt:


Eine Unternehmensseite ist «schön und gut», aber strategisch eingeschränkt. Viele Unternehmen machen dann das, was naheliegt: Sie schalten Ads, schieben Budget rein, bekommen ein paar Klicks – und am Ende bleibt das Gefühl: kostet Geld, bringt wenig.

Das liegt nicht daran, dass Unternehmen per se nicht funktionieren. Es liegt daran, dass Menschen auf LinkedIn nicht mit Logos sprechen wollen. Sie reagieren auf Gesichter, auf Haltung, auf Sprache, auf Ton. Im Kern ist LinkedIn eine Business-Plattform, ja – aber das Business läuft dort trotzdem über Menschen. Und deshalb sind Profile der Hebel: Geschäftsführung, Vertrieb, Fachleute, Team. Nicht als Selbstdarstellung, sondern weil die Plattform so gebaut ist, dass Vertrauen an Personen klebt.



Der unterschätzte Hebel: Kommentare sind Sichtbarkeit – und zwar genau dort, wo es zählt


Wenn du LinkedIn nur als «ich poste und hoffe» spielst, fühlt es sich schnell wie ein Trauerspiel an. Du investierst Zeit, schreibst etwas, veröffentlichst – und dann passiert erst mal nichts. Ein paar Likes, vielleicht ein Kommentar, Ende. Und du denkst: War’s das jetzt?


Nicole dreht diesen Blick. Sie sagt sinngemäss: Wenn du wirklich sichtbar sein willst, ist Kommentieren oft wichtiger als Posten. Weil du damit nicht in deine eigene Leere sendest, sondern dort auftauchst, wo die Zielgruppe sowieso ist: bei den Beiträgen von Leuten, die sie bereits liest. Ein guter Kommentar ist auf LinkedIn ein Mini-Beitrag – nur eben am richtigen Ort.


Sie nennt im Interview ein Beispiel, das das schön entlarvt: Bei einem Kunden hatte ein Kommentar «120 000 Impressionen», während Beiträge selbst deutlich tiefer lagen. Das zeigt nicht, dass man jetzt Kommentare «optimieren» muss. Es zeigt etwas viel Einfacheres:


Sichtbarkeit entsteht durch Mitreden, nicht nur durch Senden. Und wenn du nur wenig Zeit hast, ist das Kommentieren eine der pragmatischsten Abkürzungen, ohne deine Positionierung zu verwässern.


Zeit ist der Preis – und wer das nicht akzeptiert, sollte es lassen


Hier kommt Vinz’ Widerstand ins Spiel, und der ist nicht «Mimimi», sondern real: LinkedIn kann sich wie ein Fass ohne Boden anfühlen. Content erstellen, kommentieren, vernetzen, Nachrichten, dranzubleiben – und dann sagt dir jeder auch noch was anderes. Wenn du versuchst, alles richtig zu machen, bist du schnell bei mehreren Stunden pro Tag. Das ist für viele KMU schlicht nicht realistisch.


Nicole ist da angenehm unglamourös. Sie verkauft nicht «leicht und schnell». Sie sagt: Mach es so, dass du es durchhältst. Wenn dreimal pro Woche nicht geht, dann zweimal. Wenn das nicht geht, dann einmal – aber dafür konsequent in die Kommentare. Und ja, es dauert. Sie sagt im Gespräch: Nach drei Monaten sieht man klar die Richtung, nach sechs Monaten wird es stabiler.


Das ist genau die Wahrheit, die viele nicht hören wollen: LinkedIn ist kein Hype-Kanal. Es ist Wiederholung. Und Wiederholung kostet Zeit. Wer diese Währung nicht zahlen will, sollte sich ehrlich fragen, ob er nicht besser telefoniert, Partnerschaften pflegt oder auf einem anderen Kanal investiert. Es ist kein moralisches «Du musst». Es ist eine nüchterne Ressourcenfrage.



KI macht LinkedIn kaputt – und genau deshalb ist „echt“ wieder ein Vorteil


Ein Kernpunkt im Interview ist diese Müdigkeit durch KI. Nicole beschreibt das ziemlich treffend: Beiträge wirken wie KI, Kommentare wirken wie KI, Direktnachrichten wirken wie KI – am Ende spricht eigentlich irgendwie nur KI mit KI. Das fühlt sich nicht nur langweilig an, es zerstört auch genau das, was LinkedIn im besten Fall kann: Vertrauen aufbauen. Und hier liegt die Chance:


Wenn alles glatt und gleich wird, fällt das auf, was nach Mensch klingt. Nicht perfekt. Nicht poliert. Sondern spürbar.

Das heisst nicht, dass man KI nicht nutzen darf. Aber es heisst: Wenn du KI benutzt, um Persönlichkeit zu ersetzen, verlierst du. Nicole sagt es sehr praktisch: Lieber weniger posten, als dreimal pro Woche Texte rauszuhauen, die nach Maschine klingen. Denn die Leser merken das schneller, als man glaubt. Und dann bist du zwar aktiv, aber wirkst wie eine graue Wand.



Schweiz vs. Deutschland: gleiche Plattform, andere Kontaktkultur


Ein Detail aus dem Gespräch ist für viele aus der Schweiz wichtig, weil es etwas erklärt, das sonst schnell als persönliches Scheitern wahrgenommen wird: Die Kontaktkultur ist anders. Vernetzungsanfragen werden zögerlicher angenommen, Leute schauen Profile mehrfach an, ohne zu verbinden, und dieses direkte «Lass mal» funktioniert weniger.


Das ist keine Ausrede. Das ist Kontext. Und daraus folgt eine saubere Strategie: LinkedIn kann in der Schweiz stärker ein Vorwärm-Kanal sein. Du baust Wiedererkennung auf, du schaffst Vertrauen, du wirst «eingeordnet» – und der eigentliche Schritt kann dann telefonisch, über Empfehlungen, über Treffen passieren. Das ist sogar oft angenehmer, weil du nicht gegen diese Zurückhaltung ankämpfen musst, sondern sie einplanst.



Fazit: LinkedIn muss nicht dein Lieblingsort sein. Es muss passen.


Wenn deine Zielgruppe nicht auf LinkedIn ist, lass es. Dann ist es Zeitverschwendung mit Anstrich.


Wenn deine Zielgruppe dort ist, dann ist die Frage nicht: «Wie werde ich viral?» oder «Welche Hook bringt Reichweite?», sondern: Wie baue ich Kontaktpunkte, ohne mich zu verbiegen? Genau da wird das Interview praktisch.


Nicole bringt’s auf eine klare Linie runter:


  • Personen schlagen Logos, weil Vertrauen an Menschen hängt.

  • Kommentare wirken, weil sie dich am richtigen Ort sichtbar machen.

  • KI macht alles gleich – und genau deshalb muss deine Stimme wieder hörbar sein.

  • Und ja: Es dauert. Drei Monate, bis du weisst, ob du auf Kurs bist. Sechs Monate, bis es trägt.


LinkedIn ist nicht schön. Aber es ist für viele im B2B das effektivste Spielfeld, solange man es nicht wie einen Content-Zirkus bespielt.



Takeaways – LinkedIn bringt Kundschaft, wenn du durchhältst und dranbleibst


  • Unternehmensseiten sind Beiwerk. Wirkung entsteht über Personen.

  • Kommentare schlagen oft Beiträge. Sichtbarkeit entsteht im Austausch, nicht nur im Senden.

  • Impressionen sind keine Währung. Kundschaft zahlt Rechnungen, nicht der Zähler.

  • KI macht alles gleich. Genau deshalb wirken echte Stimmen stärker.

  • Erwartungen killen Motivation. Denk in Monaten, nicht in Tagen.

  • Zielgruppe zuerst. Wenn sie nicht da ist: nicht erzwingen.



Jetzt reinhören und Vertrauen aufbauen


Wenn du LinkedIn nervig findest, aber wissen willst, wie man es trotzdem als Kanal für Kundengewinnung nutzt, ohne sich zu verbiegen, hör in das Interview mit Nicole Fleischer rein, denn eines ist klar: LinkedIn bringt Kundschaft.












Bildtext: Lern von guten Serien


Das Transkript zu E081

Paul:

Willkommen zurück bei Mach mal Marke. Wir haben mal wieder ein Interview vorbereitet, und zwar das allererste Interview in 2026. Endlich ist es so weit: Wir haben nämlich eine Frau in unser kleines Podcast-Format gelockt, rund um Branding ohne Bullshit. Heute mit dem grossen Thema, dass es ein geheimes Wundermittel da draussen gibt, nämlich LinkedIn, mit dem man als Marke da draussen noch viel mehr Menschen entdecken kann. Hättest du das gedacht, Vince? Spannend.


Vinz:

Nein, du kennst schon meine Einstellung zu «mich überraschen». Ich bin gespannt, was Nicole heute mitbringt und zu sagen hat. Vielleicht bekehrt sie mich.


Paul:

Wenn das jemand kann, dann wahrscheinlich sie. Wir haben nämlich die wunderbare Nicole Fleischer mit dabei. Schön, dass du heute da bist als erste Gästin in einem Interview. Du darfst dich gleich selber vorstellen. Auf jeden Fall hast du gefühlt Social Media schon einmal durchgespielt, hast jetzt deine Nische in LinkedIn und der IT gefunden.


Ich bin sehr gespannt, wie du uns heute vor allem Vince bekehren kannst, weil ich bin ja selber schon aktiv. Aber alles in allem die wichtigste Frage überhaupt ist: Ist LinkedIn in 2026 nicht schon tot? Also ist das immer noch eine wichtige, relevante Plattform, gerade für KMU, die in irgendeiner Nische sitzen?


Vinz:

Willkommen zu Mach mal Marke, dem einzigen deutschsprachigen Branding-Podcast ohne Bullshit.


Nicole:

Also LinkedIn ist nach wie vor die grösste B2B-Plattform. Das heisst: Jedes Unternehmen, das nicht auf LinkedIn aktiv ist, verschenkt eigentlich jeden Tag jede Menge Geld.


Paul:

Das klingt, als wäre es von LinkedIn gesponsert. Bist du aber nicht, müssen wir auch dazusagen.


Nicole:

Bin ich nicht. Hat sich noch nicht auf meinem Konto irgendwie bemerkbar gemacht.


Paul:

Ja, das kommt. Ich glaube, man muss erst viel unbezahlte Werbung machen, bevor die einen eines Tages auf die Bühne holen. Aber weisst du noch, wie lange du schon auf LinkedIn aktiv bist oder überhaupt eingeloggt? Also ich hatte auch so eine Karteileiche: vor zehn Jahren mal ein Profil gemacht und dann nie was erstellt. Wie war das bei dir?


Nicole:

Wahrscheinlich.


Also ich bin tatsächlich zu LinkedIn sehr spät gekommen. Über einen Podcast habe ich mitbekommen, dass LinkedIn gar nicht mehr so dieses «Ich habe einen Lebenslauf, ich stelle den ein und wenn ich mal einen Job suche oder ein Headhunter darüber stolpert, schreibt er mir dann» ist. Also dieses klassische «Ich stelle meinen Lebenslauf rein und es ist eine Personalplattform».


Dass das eigentlich gar nicht mehr so ist und dass das ein bisschen das neue Facebook ist: Man schreibt Beiträge, man vernetzt sich, man ist mit coolen Leuten im Austausch. Das habe ich tatsächlich zufällig über einen Podcast mitbekommen. Da bin ich neugierig geworden, da habe ich mich angemeldet.


Bis dato war LinkedIn bei mir eher so «Bewerbung» während des Studiums, da musste man ja auch den Lebenslauf eingeben, und damals war das noch so. Dann habe ich mich bei LinkedIn angemeldet, habe mir das angeguckt, und dann war das erst mal wieder eine Karteileiche. Ich habe dann, glaube ich, nur meine Daten eingegeben.


Dann kam es mir nochmal in meinem Berufsumfeld kurz über den Weg, aber da dachte ich auch noch: «Naja, das ist hauptsächlich für Recruiting.» Und dann bin ich durch ein Coaching darauf aufmerksam geworden, dass man darüber durchaus Kunden gewinnen kann.


Ich muss rechnen: Ich glaube, seit 2023 bin ich aktiv, habe da mein Netzwerk aufgebaut und gewinne da auch meine Kunden drüber. Das ist mein Kanal Nummer eins. Ja, da bin ich unterwegs und nutze das strategisch für mich.


Paul:

Und hast du das Gefühl, das wird immer besser? Also für dich immer besser?


Nicole:

Das ist eine schwierige Frage, weil ich finde grundsätzlich nach wie vor: Das ist wirklich der Kanal, wenn man als Unternehmen Kunden gewinnen will. Da sitzen einfach auch die Entscheider, die sind deshalb aktiv. Man kommt mit denen ins Gespräch. Man kann da entweder über Beiträge oder auch über Direktnachrichten direkt ins Gespräch kommen. Das ist einfach sehr einfach.


Aber in dem ganzen KI-Zeitalter wird es tatsächlich immer schwieriger, weil natürlich jeder seine Beiträge irgendwie mit KI verfasst. Und man hat so das Gefühl: Die Beiträge werden mit KI verfasst, die Kommentare werden auch mit KI geschrieben und die Direktnachrichten auch. Also spricht irgendwie nur KI mit KI, und dann macht es keinen Sinn mehr.


Deswegen ist es umso wichtiger, da rauszustechen, seinen eigenen Stil und auch seine eigene Meinung zu finden.


Ich glaube nach wie vor, es ist ein wichtiger Kanal, aber es verändert sich. Auch der Algorithmus hat sich geändert: Früher hat man Reichweite ohne Ende bekommen, was man an den Impressionen gesehen hat. Jetzt muss man schon dankbar sein, wenn man bei 200 oder bei 1000 ist, wo man früher locker 100’000 Impressionen hatte.


Das ist natürlich ernüchternd, wenn man vorher so verwöhnt war. Da darf man sich von diesen Zahlen nicht beirren lassen, aber es ist natürlich demotivierend, wenn man das sieht und sich denkt: «Für was mache ich das eigentlich alles?»


Paul:

Ja, es ist vor allem demotivierend, wenn du die alte Zeit noch kennst und jetzt so in die neue reingerutscht bist. Das vielleicht auch gerade am Anfang, wo du mit LinkedIn gestartet hast. Ich glaube, wenn du jetzt neu reinkommst, wirkt es schon wieder ganz anders.


Dann zurück an diese Anfangszeiten, wo da 50 Leute in ganz Deutschland aktiv waren und die haben sich gefühlt die lustigen Beiträge hin- und hergeschrieben und haben in kurzer Zeit extreme Reichweiten aufbauen können, von denen man heute träumen kann.


Aber ich habe schon gehört, es kippt mittlerweile auch so, dass wenn du wenig Reichweite beziehungsweise ein kleines Netzwerk hast, dass es eigentlich besser ist für die Reichweite, weil du gezielter aussteuern kannst. LinkedIn kann besser entscheiden, wer zu deinem Netzwerk gehört und so weiter.


Vor- und Nachteile, aber über diese ganzen Regeln wollen wir gleich nochmal reden. Erstmal darfst du dich natürlich richtig vorstellen. Also: Wie stellst du dich denn auf LinkedIn vor? Und ist LinkedIn wirklich dein einziger Hauptkanal, wo du dein Angebot hast? Oder wie würdest du dich überhaupt vorstellen?


Nicole:

Mein Angebot ist tatsächlich, dass ich für IT-Unternehmen deren LinkedIn-Account übernehme. Das Ganze nennt sich Rundum-sorglos-Paket. Das heisst, ich baue Corporate Influencer auf und übernehme dann den Account der Person. Das sind eben Mitarbeitende aus dem Unternehmen.


Und da ich einen IT-Background habe: Ich habe angefangen mit einer klassischen Ausbildung zur Fachinformatikerin, Fachrichtung Systemintegration, also Netzwerktechnik. Dann ging das weiter: Ich habe Medieninformatik studiert, da war auch ein bisschen Hardcore-Informatik dabei, aber auch der Medienteil. Und dann noch den Master in Internet Web Science.


Danach bin ich erst ein bisschen in die Marketing-Schiene gerutscht. Deswegen: Obwohl es auf der Hand lag, hat es ein bisschen gedauert, bis ich meine Zielgruppe gefunden habe. Ich habe mich dann genau für die IT beziehungsweise IT-Unternehmen entschieden, weil ich festgestellt habe, dass das ein USP ist.


Ich bin so ein bisschen das Einhorn: Ich verstehe sowohl die Nerdys, kann das aber auch in Marketingdeutsch übersetzen, sodass andere Leute verstehen, was verkauft wird und was das Produkt bringt. Da habe ich gemerkt: Das ist wirklich ein guter USP.


Und deswegen übernehme ich für Unternehmen LinkedIn, bringe sie in die Sichtbarkeit und vor allem bringe ich ihnen Leads, die man nach wie vor über LinkedIn generieren kann.


Das ist mein Hauptkanal. Ich bin natürlich auch auf Instagram unterwegs, aber da werde ich keine Kunden gewinnen. Das ist eher so mein Favorite, weil ich da Social Media und das Thema Selbstständigkeit teile. Da begegnen einem ja auch Dinge, die man vorher nicht erwartet hat.


Da berichte ich ein bisschen drüber. Und nachdem ich Reels drehe, bin ich auch auf TikTok und auf YouTube Shorts.


Paul:

Aber eigentlich hast du ja mit deinem Hintergrund Social Media schon mal in deiner Festanstellung durchgespielt. Und das, was du gerade als Hauptfokus erzählt hast, klingt wirklich so, als hättest du das Thema «Ich finde meine Nische» komplett durchgespielt. Würdest du das auch so sehen?


Nicole:

Ja, absolut. Das ist meine Nische. Ich fühle mich da total wohl, weil ich mit den Leuten gut kann. Ich kriege auch immer gespiegelt, dass das sehr selten ist und sie das als Vorteil sehen, weil sie mir ihr Produkt nicht von A bis Z erklären müssen oder mir nicht erklären müssen, wie die Software funktioniert oder was wichtig ist, weil ich es im Prinzip durchs Studium und durch meinen Job schon durchgespielt habe.


Vinz:

Ich habe auch mal eine Frage, Nicole. Du hast gerade gesagt, du bist auf anderen Plattformen aktiv, TikTok sogar, YouTube Shorts etc. Du kennst dich also aus. Aber warum ist LinkedIn deine Hauptplattform, wo du dein Angebot für IT-Unternehmen platzierst? Es gibt ja andere Plattformen, vielleicht auch TikTok, wo man je nach Zielgruppe mehr erreichen könnte. Was ist der Hauptgrund?


Paul:

Und nicht Reddit oder so, wo doch wahrscheinlich alle aus der IT aktiv sind.


Vinz:

Reddit.


Nicole:

Ja, Reddit ist auch noch so ein Ding.


Bei den anderen Kanälen, also gerade TikTok und Instagram, sitzt meine Zielgruppe nicht. IT-Unternehmen sitzen da einfach nicht. Ich werde zwar vielleicht manche IT-Leute oder Geschäftsführer erwischen, die privat auf Instagram unterwegs sind, aber das sind eher wenige. Deswegen ist LinkedIn der bessere Kanal.


Wenn du als Marke Fashion oder Gesundheit, Fitness oder so machst, dann ist Instagram oder TikTok der bessere Kanal. Es kommt immer auf die Zielgruppe an. Auch bei Unternehmen: Es kommt darauf an, wo sitzt die Zielgruppe und welchen Kanal wähle ich aus.


Bei mir: Ich will mit Entscheidern und Marketingleuten sprechen, weil die meistens für Social Media verantwortlich sind. Die sitzen auf LinkedIn. Deswegen ist das mein Kanal und darüber habe ich bisher alle Kunden gewonnen.


Ich habe zwar tatsächlich auch schon Kunden über TikTok gewonnen. Da bin ich fast vom Stuhl gefallen. Ich habe gefragt, wie er auf mich gekommen ist, und er meinte: «Ich habe mehrere Videos von dir auf TikTok gesehen, fand dich sympathisch und dachte, lass uns mal unterhalten.» Am Ende war er ein Kunde. Also auch das funktioniert, aber es ist nicht mein Hauptvertriebskanal. Das ist eher die Ausnahme.


Paul:

Wow, Gratulation!


Vinz:

Okay.


Nicole:

Mein Hauptgrund ist: Sie sitzen auf LinkedIn.


Paul:

Was haben die für eine Erwartungshaltung gegenüber LinkedIn? Freuen die sich, wenn du auf sie zukommst und sagen direkt: «Wir wollen das starten»? Oder sind die eher skeptisch?


Nicole:

Tatsächlich: Wenn sie intern schon jemanden haben oder mit einer Agentur arbeiten, bekomme ich auch nette Absagen. Die ghosten mich nicht einfach.


Ich komme mit sehr vielen ins Gespräch. Ich habe auch sehr grosse Konzerne und Unternehmen, die mit mir zusammenarbeiten. Da besteht Bedarf, weil viele sich mit LinkedIn nicht auskennen. Manche haben andere Kanäle bespielt, vielleicht erfolgreich. Aber LinkedIn ist oft so ein schwarzes Loch.


Dann kommen Themen wie: «Wir haben eine Unternehmensseite, das hat nie funktioniert.» Oder: «Wir haben Ads geschaltet, das kostet nur Geld.» Das sind Erfahrungen, die ich oft höre. Aber ich bekomme nette Antworten, viele gehen ins Gespräch. Manchmal kann ich helfen, manchmal werden es Kunden.


Vinz:

Kriegst du auch Anfragen von anderen Branchen oder wirklich ausschliesslich IT?


Nicole:

Da ich meinen Outreach aktiv mache und nur IT-Firmen anspreche, sind es in der Regel IT-Firmen. Inbound kann es passieren, dass jemand aus einer anderen Branche kommt und mit mir arbeiten will. Dann sage ich meistens: Es kommt auf die Branche an, aber ich weiss, wie es in der IT funktioniert, welche Schrauben ich stellen muss, weil ich immer die gleiche Zielgruppe habe.


Ich habe Freunde, denen ich im Coaching ein bisschen helfe, das ist ein völlig anderes Spiel. Aber grundsätzlich sind meine Kunden IT-Kunden.


Paul:

Outreach ist ja praktisch das Ende: Ich schreibe aktiv an. Davor gelagert ist dein Content. Der ist wahrscheinlich auch auf IT fokussiert. Machst du klassischen «LinkedIn Personal Branding»-Content?


Nicole:

Genau. Ich bin quasi auch ein Influencer, Content Creator. Ich bin auch eine Marke.


Ich schreibe über Probleme, die IT-Unternehmen haben. Meistens: Sie haben keine Zeit, weil LinkedIn Zeit frisst, wenn man es ordentlich macht. Darüber spielt mein Angebot an: Ich gebe ihnen Zeit zurück, indem ich übernehme, und sie sind trotzdem aktiv, machen Kunden und Umsatz.


Ich spreche Probleme an, gebe Tipps, Mehrwert. Und ich erzähle ab und zu Persönliches. Nicht privat-privat, aber persönlich. Ich habe zwei Hunde, also gibt es auch mal Hunde-Content. Oder ich erzähle über meine Selbstständigkeit, Herausforderungen und so.


Paul:

Nahbarer.


Nicole:

Genau.


Vinz:

So wie man hört, kennst du dich aus. Meine Frage: Wer sollte LinkedIn mal ausprobieren? Und für wen ist es wirklich nichts, nach deiner Erfahrung?


Nicole:

Man kann über die Suche in LinkedIn schauen, wer in der Branche aktiv ist. Mittlerweile sind auch Verwaltungen und Behörden aktiv. Es gibt fast keine Zielgruppe, die gar nicht da ist.


Wenn ich ein lokales Business habe, zum Beispiel ein Fitnesstrainer, der nur vor Ort Training gibt, geht es auch. Es ist schwieriger, als wenn ich online verkaufe, aber es geht.


Grundsätzlich: Coaches, Firmen, die Software verkaufen, Recruiting, Gesundheitssektor, Automobil – es ist sehr gross. Es muss schon eine sehr kleine Nische sein, wo ich sage: Das klappt nicht.


Und es kommt darauf an, wie viele Kunden brauche ich. Wenn ich nur zwei brauche und die Nische ist klein, reicht es.


Vinz:

Okay.


Paul:

Also würdest du fast bei jedem potenziellen Kunden sagen: Wir kriegen irgendwie Mehrwert daraus?


Nicole:

Ja, ich gucke vorher immer. Ich habe Tools, zum Beispiel den Sales Navigator. Da kann man viel genauer suchen als in der normalen Suche.


Ich sage Kunden auch: Wenn ihr ein ganz nischiges Produkt macht, dann ist LinkedIn vielleicht nicht euer Kanal. Dann würde ich eher Richtung Instagram gehen oder über Ads und Funnel nachdenken. Man muss es prüfen. Aber mehrheitlich ist LinkedIn im B2B-Bereich die erste Anlaufstelle.


Paul:

Ich kann mir auch Brüche gut vorstellen: Wenn du der Typ bist, lustige Videos aufzunehmen, kannst du auch auf TikTok gehen. Oder du machst IT-Zeug, aber gross auf Instagram. Du spielst mit Parametern.


Ich schaue zum Beispiel gerne Videos von einem Autoverkäufer aus Berlin – obwohl ich mit Autos nichts zu tun habe und nie in Berlin ein Auto kaufen werde. Trotzdem bin ich Teil seiner grossen Zielgruppe. Das hat den Mitnahmeeffekt: hohe Reichweite als Proof für die wenigen, die wirklich lokal sind.


Meine Frage: Wie wichtig ist Erwartungsmanagement? Viele denken: «Wir spielen das einen Monat und dann haben wir 200’000 Follower.» Musst du da erst mal bremsen?


Nicole:

Absolut.


Auf LinkedIn ist «Follower» nicht so das Thema wie auf Instagram. Da ist das die Währung schlechthin – wobei das auch Quatsch ist. Lieber habe ich 1000, die wirklich interessiert sind, als 100’000, die es nicht interessiert.


Auf LinkedIn kann ich es aktiv steuern: strategisch vernetzen, Zielgruppe suchen, Titel filtern, C-Level ansprechen. Ich kann die Follower entsprechend aufbauen.


Wo ich Erwartung rausnehmen muss: Wenn Firmen sagen, sie wollen die Unternehmensseite gross machen. Dann sage ich: Die ist wichtig, aber LinkedIn will nicht, dass Unternehmensseiten grosse Reichweite bekommen. Man kann sie bespielen, kommentieren, aber strategisch ist man eingeschränkt.


Menschen wollen mit Menschen reden, nicht mit einer Marke. Paul, wie viele Unternehmen folgst du aktiv? Meistens sind es Personen.


Paul:

Ich habe bei sehr vielen Unternehmen auf «Folgen» geklickt, aber ich sehe davon nur einen Bruchteil. Bei wenigen Unternehmensseiten performen Beiträge trotzdem. Aber hinter jeder Personenmarke steht oft eine Unternehmensseite, allein für das Icon.


Wir als Podcast haben eine Unternehmensseite und bespielen die, aber es ist leichter über ein persönliches Profil. Alles ist auf Persönliches ausgelegt. Und wenn Unternehmen sagen: «Uns kennen alle aus der Region», auf LinkedIn bist du halt nichts, wenn du nicht als Mensch sichtbar bist.


Wie schwer ist es, Leute zu überzeugen, dass sie selbst vor die Kamera müssen?


Nicole:

Es gibt welche, die verstehen das sofort, wenn ich es erkläre. Aber manche haben Angst – vor allem, wenn der CEO oder Founder keine Lust hat. Dann nimmt man Mitarbeitende. Da muss ein Unternehmen abwägen: Was passiert, wenn der Mitarbeitende geht?


Wenn man einen Corporate Influencer aufbaut und der geht, nimmt er Follower und Status mit. Das ist die Crux. Es gibt Programme, wo jeder Mitarbeitende mitmachen kann, bekommt Zeit und postet selbst. Aber wenn ein Unternehmen Geld investiert und dann geht die Person, ist das ärgerlich.


Ich arbeite deshalb immer mit mindestens sechs Monaten, weil Social Media kein Sprint ist. Der Spruch ist abgedroschen, aber er stimmt.


Paul:

Deswegen sagen wir immer «Wanderung». Das musst du länger durchhalten.


Nicole:

Genau. Es braucht Zeit. Klar, manchmal geht es schneller, wenn Zielgruppe und Content sofort matchen. Aber die Basis ist Zeit. Und ich arbeite oft mit CEOs, Foundern oder Leitungspositionen, wo man weiss: Die bleiben eher.


Paul:

Ich will eine Lanze für Mitarbeitende brechen: Als Unternehmen hast du nur Vorteile, wenn du sagst: «Bau deine Personal Brand während der Arbeitszeit auf, wir unterstützen dich.» Du teilst automatisch Berufliches, das Unternehmen schwimmt mit. Wenn ihr euch gut verhaltet, kommuniziert der Mitarbeitende das. Win-win.


Nicole:

Genau.


Vinz:

Das könnte sogar in verstaubten Branchen funktionieren. Wenn du Lehrlingen die Chance gibst, für etwas Extra-Geld einen TikTok-Kanal zu machen: Die haben Spass, kriegen mehr Geld, Unternehmen profitieren.


Nicole:

Genau.


Paul:

Ja, du ziehst die richtigen Leute an. Und wenn du Leute über LinkedIn abwirbst, kannst du ihnen nicht verbieten, nachher sichtbar zu sein. Das ist ein Widerspruch.


Aus Markensicht und Unternehmenskultur: Lasst die Leute frei. Wenn alle wissen, wofür das Unternehmen steht, dann steht so einem Corporate-Influencer-Programm nichts im Weg. Du brauchst die Basis, oder?


Nicole:

Absolut. Ich habe auch gesehen, dass Firmen auf TikTok gross werden, mit lustigem Content, wo man die Firma einfach im Kopf hat. Viele starten das aber in der Freizeit, nach Feierabend. Das Unternehmen profitiert am Ende. Das finde ich schade.


Social Media ist immer noch das Stiefkind: «Kann man nebenbei machen.» Dabei ist es heute einer der wichtigsten Kanäle. Egal ob LinkedIn oder ein anderer: Man muss in Sichtbarkeit gehen und sich abheben. Viele sagen: «Stell dich nicht so an, poste doch mal.» Doch: Wir brauchen Strategie, Content, der wirkt. Das vergessen viele.


Paul:

Wie würdest du das machen, wenn du ein IT-Unternehmen hättest? Würdest du sagen: «Ihr habt alle jeden Tag Zeit, Social Media auszubauen»?


Nicole:

Ich würde es integrieren. Wenn jemand Lust hat, über seinen Alltag zu schreiben und weiss, wie es geht, würde ich sagen: «Du kannst dir am Tag eine Stunde rausnehmen, um auf LinkedIn unterwegs zu sein.» Wenn ich das während der Arbeitszeit zugestehe, sind das Fürsprecher fürs Unternehmen.


Man muss natürlich aufpassen, dass niemand Blödsinn erzählt oder die Reputation gefährdet. Aber grundsätzlich: Warum nicht Mitarbeitende? Man will sehen, wer da arbeitet und was die machen.


Und meistens machen die abends sowieso noch weiter, weil es ihnen Spass macht. Aber wenn das Unternehmen sagt: «Eine Stunde bekommst du», dann ist das stark.


Paul:

Man könnte es softer integrieren und Weiterbildung anbieten: Kurs, Storytelling, Unterstützung. Dann machen sie es lieber.


Goldene Währung ist Markenaufbau. Marke ist wie eine Lebensversicherung: Märkte verändern sich, Zielgruppen können weg sein. Aber eine starke Marke bleibt.


Und für Mitarbeitende ist es auch sinnvoll: Sie bauen sich als Person etwas auf. Das kann beides gleichzeitig sein: Für die Person und für die Firma. Win-win-win.


Nicole:

Absolut.


Paul:

Wollen wir in deinen Prozess eintauchen? Wenn Leute sagen: «Nicole klingt klug – wir wollen LinkedIn.» Wie lange dauert es, bis sich etwas bemerkbar macht? Und wie fängt man am besten an?


Nicole:

Als Erstes: klare Positionierung. Wenn man sich nicht einig ist, was man will, muss man das klären. Dann Zielgruppe kennen. Fundament.


Wenn ich starte, machen wir einen Strategieworkshop. Vor Ort oder online, je nachdem. Zwei, drei, vier Stunden. Ich stelle unbequeme Fragen. Manche grosse Firmen kommen da ins Schnaufen, weil sie sich damit noch nie so beschäftigt haben. Aber das ist Empfehlung Nummer eins: bereit sein.


Wenn klar ist, wohin man marschiert, kommt es auf die Ausgangsposition an. Wenn jemand schon etwas gemacht hat und Follower hat, ist es leichter. Wenn es die falschen Leute sind, ist es schwieriger.


Es hängt auch an der Zielgruppe: Ist sie aktiv? Kommentiert sie? Oder liest sie nur mit? «Mitleser» sind schwerer, weil du nicht siehst, ob sie dich kennen. Dann braucht man andere Mittel.


Mein Credo: Nach den ersten drei Monaten sieht man deutlich, wohin es geht. Wir hatten auch Fälle, wo wir im ersten Monat schon Termine vereinbart haben. Möglich, aber es kann auch länger dauern, bis man die richtigen Leute trifft.


Nach sechs Monaten ist man deutlich drin. Und je länger man dranbleibt, umso besser wird es. Irgendwann ist man im Flow. Aber drei Monate Geduld, sechs Monate solide Basis.


Paul:

Hast du eine Minianforderung? Also was man in sechs Monaten reingeben muss?


Nicole:

Kommt auch auf den Algorithmus an. Es gab Phasen, da wurden Videos gepusht, dann war Video wichtig. Mittlerweile flacht das wieder ab.


Was immer gut geht: Slideshows. Plattformen wollen, dass man möglichst lange drauf bleibt. Slides sorgen dafür, dass man länger bleibt. Bildposts gehen immer. Bei Personal Branding: Bild von sich. Das ist oft ein Überzeugungsakt, aber es ist keine Selbstdarstellung – du bist die Marke. Und Posts mit dir laufen meist besser als Grafiken oder Memes.


Meine Empfehlung: im Schnitt dreimal die Woche posten. Nur weil du heute postest, sieht nicht dein ganzes Netzwerk heute den Beitrag. LinkedIn spielt auch nach Wochen noch aus, wenn Content passt. Qualität wird wichtiger. Nicht einfach irgendwas hinrotzen.


Wenn dreimal nicht geht: zweimal. Hauptsache kontinuierlich.


Und wichtig: Engagement. Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde bei potenziellen Kunden kommentieren. Kommentare bringen krass Reichweite. Ich hatte diese Woche bei einem Kunden einen Kommentar mit 120’000 Impressionen. Beiträge sind manchmal bei 300’000 oder 500’000, aber Kommentare können enorm sein.


Routine: täglich etwa zehn Vernetzungsanfragen, wenn mehr geht, besser. Dreimal die Woche posten. Täglich kommentieren – halbe Stunde bis Stunde.


Wenn man Kunden gewinnen will, Outreach über Direktnachrichten oder Webinar/Funnel oder Lead Magnet – das funktioniert.


Paul:

Für KMU klingt das überzeugend, aber auch nach Zeitinvest. Ich bin manchmal gerne auf LinkedIn, manchmal genervt. Das ist menschlich. Vince lacht, du bist nicht aktiv.


Nicole:

Ab morgen ist er da.


Vinz:

Das kann man jeden Tag so sagen.


Paul:

Wenn du überlegst: Das braucht Zeit, dann wäre es logisch, Mitarbeitenden Zeit einzuräumen. Fünf Leute kommentieren relevant, fünfmal Wahrscheinlichkeit, dass Leute auf Profile klicken und die Firma sehen.


Und wenn dann mehrere Personen sichtbar sind, wirkt das Unternehmen direkt aktiv. Ich klicke selbst auf Profile von Leuten, die spannend kommentieren, schaue, welche Brand dahintersteht, ob dort mehrere aktiv sind. Das ist ein Punkt, den viele vergessen.


Im B2B geht’s um Menschen, die Deals machen. Je mehr Kontaktpunkte, desto besser. Wenn du merkst, die sind nett, lustig, können Storytelling, dann ist das super.


Ich verstehe nicht, wie eine Marke sagt: «Wollen wir nicht investieren.» Welcher Grund bleibt dann?


Nicole:

Absolut. Viele vergessen: Marketing bedeutet, Touchpoints zu erzeugen. Früher Messe, Newsletter. Social Media ist einfach und günstig. Du kommst an Leute ran, an die du sonst nicht rankommst.


Du kannst bei grossen kommentieren. Und irgendwann ist es: «Dich kenn ich doch.» Viele treffen sich live und sagen: «Ich kenne dich von LinkedIn.» Das ist unheimlich, weil man sich nicht kennt, aber doch.


Auch stille Mitleser verbinden dich mit dem Produkt. Und vielleicht brauchen sie es erst in drei Jahren. Dann erinnern sie sich.


Paul:

Im Vergleich zur Messe ist LinkedIn jeden Tag Messe. Und anschreiben ist kein Problem. Wer freiwillig mit Businessprofil dort ist, darf sich nicht beschweren, Businessanfragen zu bekommen.


Auf Instagram ist es ein Grenzbruch, wenn dich Privatprofile mit Coaching-Angeboten zuspammen. Auf LinkedIn ist das normal. Sonst hat man die Plattform falsch verstanden.


Aber Vince, du darfst mal Salz in die Suppe streuen. Wir haben dich wahrscheinlich noch nicht überzeugt, oder?


Nicole:

Das ist «Out of Scepticism».


Vinz:

Ich weiss nicht. Auf der einen Seite hat es seine Berechtigung. Ich kann aus Erfahrung reden: Ich war auch mal probehalber im LinkedIn-Game. Ich habe mich maximal unwohl gefühlt.


Du hast zehn LinkedIn-Profis und zehn verschiedene Meinungen. Es ist sehr viel Zeit unter dem Strich. Du musst pflegen, Content erstellen, überlegen, was du schreibst. Dann Slideshows machen, was fünfmal so lange dauert wie ein Text. Dann im Nachhinein noch kommentieren. Da gehen locker täglich drei, vier Stunden drauf, wenn du es einigermassen gescheit machen willst.


Ich habe mir damals gedacht: Der Grossteil meiner Zielgruppe besteht aus älteren Leuten, die Social Media nicht so geil finden. Dann nehme ich lieber das Telefon in die Hand und rufe an. Da bin ich vielleicht eine Stunde dran am Tag und kann direkt reden.


Das schreckt mich ab, weil es vermutlich nicht meine Bubble ist. Ich erreiche vermutlich nicht die richtigen Leute. Und ich habe gemerkt: Den Schweizern läuft LinkedIn doch auch noch ein bisschen anders als bei euch Deutschen. Ich bin in eine komische Bubble reingerutscht.


Paul:

Okay, das kann ich wirklich bestätigen.


Vinz:

Bei mir ist es mega politisch. Das geht mir auf den Sack. Ich bin fast jeden Tag oder jeden zweiten Tag kurz auf LinkedIn. Aber nach dem dritten Scroll kotzt es mich an und ich gehe wieder.


Es hat seine Berechtigung, genau für Firmen, die es noch nicht auf dem Schirm haben. Oder für die, wo Social Media nur ein «nice Gimmick» ist. Es kann die Marke auf eine andere Ebene heben.


Aber es steht und fällt mit der Zielgruppe. Wenn du weisst, deine Zielgruppe ist nicht dort, dann gehst du auf TikTok oder YouTube. Sonst vergeudest du Zeit und Geld. Und du musst dich wohlfühlen.


Nicole:

Ja, das ist auch ein Punkt. Man merkt, wenn man sich verstellt oder versucht, perfekt zu sein. Das wollen die Leute nicht. Man braucht eine Meinung, man muss sie vertreten, auch mal unpopulär sein, diskutieren können. Nicht aalglatt und schmierig.


Ich verstehe, was du meinst. Es gibt auf TikTok und Instagram viele Videos, die diese LinkedIn-Bubble verarschen: dass sich jeder beweihräuchert und seine Kündigung feiert, «neue Perspektiven», und über alles dankbar ist, was kein normaler Mensch sagt. Darüber amüsiere ich mich auch. Diese Leute gibt es.


Aber es gibt auch sehr viele fachliche Themen, wo man als Unternehmen in Sichtbarkeit gehen kann, Expertenstatus aufbauen. Und auch Partner finden es gut, wenn man aktiv ist.


Vinz:

Das ist generell ein Punkt, den viele Unternehmen nicht so auf dem Schirm haben: Partnerschaften und der Markt. Wenn du dich professionell zeigst, erscheinst du auf Frequenzen, die du vorher nicht auf dem Schirm hattest. In Verbänden und so. Da gehen neue Türen auf.


Paul:

Und man lernt Leute persönlich kennen. Ein guter Mix ist nicht nur Business. Fachwissen ist nicht mehr das Thema. Nur noch Fachwissen teilen ist oft langweilig.


Was ich lieber lese: Wie ist das Leben als Geschäftsführer, was beschäftigt dich, Weltlage, Führung, Alltag. Dann merke ich: Passt die Person zu mir?


Und wenn du weisst, Nicole hat Hunde, ist das ein Gesprächseinstieg. Oder du merkst: passt nicht. Lieber früher als später.


Nicole:

Genau. Du kaufst nicht das Produkt, du kaufst den Menschen oder das Vertrauen. Dienstleistungen gibt es viele. Du kaufst aus Sympathie.


Du musst nicht so tun, als hättest du die Weisheit mit Löffeln gefressen. Teile auch Niederlagen, Fehler, Learnings. Keine «fünf Hooks und du wirst viral»-Versprechen. Das ist Quatsch.


Es geht um Sichtbarkeit, Wiedererkennung, Touchpoints. Und ja, du kannst trotzdem anrufen, Vince. Nur dann kennen die dich schon, haben einen Vertrauensvorschuss.


Paul:

In der Schweiz ist es manchmal andersrum: Da ist eine Vernetzungsanfrage skeptischer als ein Anruf. Das kann ich bestätigen.


In Deutschland: Anfrage, sofort Business Talk. In der Schweiz: wird nicht angenommen, Profil wird mehrfach angeschaut, aber nicht angenommen.


Nicole:

Okay. Wirklich? Ich habe auch ein paar Schweizer im Netzwerk. Vielleicht sind das Deutsche, die in der Schweiz leben.


Paul:

Ja, wahrscheinlich.


Ich würde gern Richtung Zielgerade einbiegen: Es gibt unendlich viele LinkedIn-Tipps. Algorithmus-Tests, Regeln, Hooks, Slides, Content-Säulen. Ich verstehe, dass Menschen den Überblick verlieren oder die Freude verlieren.


Was hältst du von diesen ganzen Guidelines? Ist es nicht manchmal schöner, einfach Dinge zu teilen, die einen beschäftigen?


Nicole:

Absolut. Es kommt darauf an, was dein Ziel ist. Wenn du einfach schreiben willst, ist Algorithmus egal. Der ändert sich ständig.


Es gibt aber Grundregeln, wenn du etwas erreichen willst: Kommentieren ist fast wichtiger als Beiträge. Wenn du keine Zeit hast, mach einmal die Woche einen Beitrag, mit dem du dich wohlfühlst, und geh lieber in Kommentare. Das funktioniert.


Wichtig: Nicht drei Beiträge auf Zwang, mit ChatGPT geschrieben, ohne Persönlichkeit. Dann kannst du es lassen.


Hook ist wichtig, ja. Aber wenn du Spass hast, über Themen schreibst und bei anderen diskutierst, kommt es zurück. Es sollte Spass machen, kein Druck sein. Man muss aber dranbleiben.


Und: Lass dich nicht entmutigen. Wenn ein Beitrag nur zwei Likes hat, weitermachen.


Ich hatte einen viralen Beitrag: Samstag, ich dachte «Mist, ich muss noch posten». Alltagsfrage, Frauenfrage. Hook: «Männer, wir müssen reden.» Der ist explodiert. 200 Kommentare, hat nicht aufgehört. Und ich habe sogar Zielgruppe getroffen, viele ITler waren dabei. Ungewöhnliche Zeit, kein Perfektionismus, aber es hat funktioniert.


Mein Tipp: Themen, auf die ihr Lust habt. Haltung, Kante. Lieber Kommentare als sich auf Beiträge zu versteifen.


Paul:

Das ist fast das perfekte Schlusswort. Ich habe im Kopf zwei Arten von LinkedIn-Content: Menschen, die Montag bis Freitag jeden Tag posten, konstant ihre 90 Likes und 60 Kommentare haben – super Community Building.


Und dann die anderen, wie bei politischen Beiträgen: völlig unperfekt, kaum Hook, kaum Storytelling, aber viral.


Ich gebe mir Mühe mit Storytelling und Design, und es versinkt. Unperfekt geht manchmal durch die Decke. Wenn du Viralität erzwingen willst, ist es zu spät.


Michi meinte im Interview: Mach eine Hook absichtlich schlecht, lies sie laut, und manchmal gewinnt die «schlechte». Man braucht Abstand und darf sich nicht verkrampfen.


Nicole:

Ja, nicht zu verkopft, nicht zu perfekt. Wenn du 25’000 Mal feilst: Bullshit. Hau ihn raus. Die Konkurrenz hat in der Zeit schon gepostet.


Im KI-Zeitalter ist unperfekt oft besser, weil man merkt: Das hat ein Mensch geschrieben.


Und ja, so ein viraler Beitrag ist Arbeit: Ich habe auf 200–300 Kommentare geantwortet, sie haben wieder geantwortet. Anstrengend, aber es hat Spass gemacht.


Man muss Spass behalten und trotzdem dranbleiben. Mit Routinen spart man Zeit. Und ich weiss, welche Hebel ich drücken muss. Aber der Spass zählt. Unperfekt ist der richtige Weg, um sich vom KI-Geschreibsel abzuheben.


Vinz:

Ich glaube, es ist immer die Erwartungshaltung: Machst du es verkrampft, weil du dir etwas erhoffst, oder machst du es, weil du Bock drauf hast? Wenn es dir egal ist, ob es niemand oder 100’000 sehen: Dann flutscht es. Das ist überall so.


Wenn ich jemanden anrufe und hoffe, einen Auftrag zu landen, verkacke ich sowieso. Wenn ich einfach anrufe und ein Gespräch führe, ist es gut. Vermutlich ist es auf LinkedIn auch so.


Darum klappt es bei mir nicht und ich hasse diese Plattform. Vielen Dank.


Paul:

Ja, aber du hast dein Telefon, Vince. Das ist okay.


Vinz:

Ich muss gestehen: Alle Social-Media-Apps ausser YouTube habe ich gelöscht. Ich habe so viel Lebenszeit auf einmal. Das macht mir fast Angst.


Nicole:

Ja, das stimmt.


Paul:

Dazu machen wir mal eine andere Folge.


Nicole, du hast KI genannt. Was ist dein Ausblick auf LinkedIn? Wird es besser, schwieriger, einfacher? Hast du eine kleine Trendprognose?


Nicole:

Interessante Frage. Ich glaube, KI nimmt zu. Genau deswegen muss man persönlicher werden, raus aus der Masse.


LinkedIn ist immer hart gegen Automationen vorgegangen. Da wurden Leute gesperrt. Manchmal haben sie überreagiert, aber sie wollen die Plattform sauber halten.


Ich glaube, mit mehr KI klingen Texte immer gleicher. Man hat das Gefühl, man hat es schon 20 Mal gelesen. Genau deshalb sticht man raus, wenn man es selbst macht: eigene Geschichte, eigene Meinung, Kante. Kein KI-Kauderwelsch ohne Inhalt, Persönlichkeit und Emotion.


KI kann helfen: Recherche, Entwurf. Aber man muss drübergehen, eigene Worte finden, Leben reinbringen.


Es wird heftiger, weil KI rasend schnell besser wird. Aber die, die persönlich bleiben und Persönlichkeit reinstecken, werden bleiben und Erfolg haben.


Paul:

Und von der Fülle her: Werden es immer mehr Leute? Wird es schwieriger?


Nicole:

Je mehr Leute drauf sind, desto mehr Netzwerk hat man. Der Teich ist gross genug. Jeder hat einen eigenen Stil. Personal Branding hilft: Man weiss, der macht diese Richtung, der die andere.


Ich finde es gut, wenn mehr Leute drauf sind. Mehr Community, mehr Möglichkeiten, mehr Nischen. Das Problem ist eher die KI-Flut – da muss man sich abheben.


Paul:

Klingt nach einem positiven Ausblick. Ich empfinde LinkedIn als eher statisch. Text bleibt Text. Das ist entspannt im Vergleich zu YouTube oder TikTok, wo du schneiden musst. Instagram braucht enorm Frequenz. LinkedIn ist für viele eine lässige Art, in Sichtbarkeit zu kommen.


Nicole:

Ja, und ich glaube, genau deshalb ist Video auf LinkedIn gescheitert. Ich habe keinen Bock, auf einer Business-Plattform wieder Videos zu schauen. Ich will lesen oder überfliegen. In der Arbeit brauche ich Ton, habe ihn oft nicht.


Mich hat dieser Video-Content genervt. LinkedIn wollte «Instagram» sein, aber das hat nicht funktioniert. Das ist meine Einschätzung. Ich habe noch keinen Draht zu den LinkedIn-Machern – noch nicht.


Paul:

Noch nicht, das kommt. Dranbleiben, dann bekommst du deinen Badge.


Also: Wenn man jetzt sagt «Ich gebe LinkedIn eine Chance», kann man ein schönes Jahr auf LinkedIn verbringen, oder?


Nicole:

Auf jeden Fall. KI kommt überall. Egal Plattform, egal Beruf. Man muss damit umgehen. LinkedIn ist anders als Instagram, aber nicht schlechter. Es ist anders. Je nachdem, in welcher Bubble man unterwegs ist, ist es toll.


Paul:

Wie erreicht man dich am besten? Auf LinkedIn bestimmt, oder?


Vinz:

Glaub ich auch.


Nicole:

Ja, in erster Linie auf LinkedIn. Ich habe auch eine Website. Auf Instagram findet man mich auch. Auf YouTube Shorts habe ich einen Kanal, und TikTok auch. Aber erste Anlaufstelle ist LinkedIn, ganz normal unter meinem Namen.


Paul:

Das wäre sonst auch echt komisch nach der Folge.


Falls ihr ein KMU habt oder vor allem aus der IT kommt: Guckt mal bei Nicole vorbei. Kann ich wärmstens empfehlen.


Und als Disclaimer: Nicole, wir kennen uns schon eine Weile. Wir haben uns damals über ein Coaching kennengelernt. Zu der Zeit habe ich auch Vince kennengelernt. Ihr wart die zwei sympathischsten Personen dort, mit denen ich jede Woche gesprochen habe. Es war schön, deine Entwicklung über die Jahre zu sehen. Und es ist cool, wie sich LinkedIn bezahlt macht. Das als letzter Push für alle, die noch zweifeln.


Nicole:

Absolut. Das kann ich nur zurückgeben. Es macht mir Spass. Und am Ende des Tages warst du auch derjenige, der mich da ein bisschen in LinkedIn reingeschubst hat, weil du damals viel aktiver warst als ich. Ein paar Jahre später ist es mein Job.


Paul:

Das ist perfekt. Schön, wie ich anderen zum Glück verhelfe. Nur Vince will nicht, aber das ist okay.


Nicole:

Ja, da bin ich sehr dankbar.


Vinz:

Kannst du auch bald ein LinkedIn-Coaching anbieten? Auf LinkedIn.


Paul:

Das ist ein eigenes Thema. Ich sehe bei anderen, was sie machen sollten, und selber mache ich nicht das, was ich machen müsste.


Ich habe so viele Leute gesehen, die rasant gewachsen sind, weil sie eine klare Linie verfolgt haben. Bei mir ist es Pausen und wildes Ausprobieren. Ich bin eher ein langsam wachsender Baum.


Vinz:

Okay.


Paul:

Damit wären für mich alle Fragen beantwortet.


Vinz:

Wenn du einen richtig skeptischen, mühsamen Menschen im LinkedIn-Chat überzeugen müsstest, welches wäre dein ein Satz? Es können auch zwei sein. Ein charmanter Push: «Gib dir drei Monate.»


Nicole:

Ich würde sagen: Gerade im B2B-Bereich ist LinkedIn die grösste Business-Plattform. Warum nutzt du sie nicht? Du lässt im Prinzip jeden Tag sehr viel Geld liegen. Hast du so viel Geld? Dann gib es gern mir.


Aber LinkedIn ist für dich wichtig. Du lässt Geld auf der Strasse liegen, und das ist schade.


Paul:

Das ist gut. Ich glaube, Vince würde schreiben: «Fühle ich», und wieder verschwinden. Ich würde was Emotionales schreiben. Es gibt mehrere Antwortmöglichkeiten.


Nicole:

Es ist auf jeden Fall eine seriöse Plattform. Wenn man als Unternehmen nicht auf LinkedIn ist, verliert man jeden Tag Geld. Punkt.


Paul:

Sehr schön. Das kann man als Abschlussstatement stehen lassen.


Nicole, vielen Dank, dass du da warst. Weiterhin alles Gute auf LinkedIn. Ich bin gespannt, wie das sich weiterentwickelt. Dann schauen wir, ob LinkedIn nochmal so einen richtigen Hype bekommt. Dann laden wir dich nochmal ein, um zu schauen, wie der Stand ist.


Nicole:

Sehr gerne. Es hat mir sehr viel Spass gemacht. Das war mein erster Podcast und ich freue mich sehr, dass ich zu Gast sein durfte. Es ist krass, wie schnell die Zeit verging.


Paul:

Hat man nicht gemerkt, dass du zum ersten Mal im Podcast warst. Ansonsten: Ladet Nicole ein. Sie hat was zu sagen und ist sympathisch. Vielen Dank nochmal. Alles Gute und bis bald.


Nicole:

Sehr gerne. Dankeschön.


Vinz:

Danke vielmal.


Paul:

Merci fürs Zuhören. Teilt die Folge gerne mit allen Leuten, die nach wie vor an LinkedIn zweifeln. Hinterlasst eure Fragen als Kommentar. Hinterlasst Likes und bewertet den ganzen Spass. Viel Spass beim Marke machen und bis bald.


 
 
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